„Dinner for one – wie alles begann“: Langes Warten auf die Gags

Von: Annika Johnen
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Elvira Strömer (Iduna Hegen) und Klaus Thielmann (Justus Carrière) in „Dinner for one – wie alles begann“. Foto: Annika Johnen

Düren. Ein Klassiker mit Vorgeschichte, gespielt vom Theater Poetenpack aus Potsdam im Haus der Stadt: „Dinner for one – wie alles begann“. Regisseur Schlenk (Stefan Peetz) sucht händeringend Schauspieler für die Besetzung der Miss Sophie und Butler James, findet jedoch keine geeigneten Darsteller.

Doch dann trifft er auf das Komiker-Duo Klaus Thielmann (Justus Carrière) und Elvira Strömer (Iduna Hegen), die schon seit Jahren gemeinsam auftreten und sich nun auf der Bühne eine Profilierungsschlacht liefern. Lange Zeit waren sie ein Paar, dementsprechend katastrophal ist ihr Umgang miteinander. Auf Grund der näher rückenden Premiere hat Regisseur Schlenk jedoch keine andere Wahl und muss die beiden engagieren. Im Folgenden führen die beiden den altbekannten neunzigsten Geburtstag der Miss Sophie mit dem treuen Butler James an ihrer Seite auf. Doch auch hier nimmt ihr Kampf kein Ende.

Die Komödie von Volker Heymann rund um den berühmten Fernsehsketch startete vielversprechend mit einem überraschenden Einstieg. Wie bei einem echten Casting saß Regisseur Schlenk mitten im Zuschauerraum und prüfte die Vorsprechenden. Das Publikum wurde sofort mit in das Geschehen eingebunden.

Doch auf den vielversprechenden Einstieg folgte eine langatmige Vorgeschichte zum eigentlichen „Dinner for one“ mit nur wenigen Pointen. Lediglich ein verhaltenes Lachen war ab und an im Saal zu hören. Justus Carrière in der Rolle des Schauspielers Klaus Thielmann überzeugte mit einer ausdrucksvollen Mimik.

Mit seiner unvorbereiteten, chaotischen Art und seinem katastrophalen Englisch sorgte die Figur Thielmann phasenweise für heitere Stimmung. Lediglich seine ständigen Übertreibungen brachten das Pubikum wirklich zum Lachen. Erst als auch seine Partnerin Elvira Strömer ins Spiel kam, kam auch das Stück etwas in Schwung, da Rollen und Privates bei ihren unaufhörlichen Auseinandersetzungen wild durcheinander gingen.

Im zweiten Teil der Aufführung, dem eigentlichen „Dinner for one“, konnte Thielmann mit seiner überzogenen Darstellung, die sonst so unangebracht schien, punkten. Als Butler James, dem immer wieder Staub aus den Haaren fiel, und in den verschiedenen Charakteren der Gäste, konnte er die Zuschauer begeistern.

Der allseits bekannte Running Gag, das Fallen über den Tigerkopf, verfehlte auch hier nicht seine Wirkung, und auch über das Verschütten der Getränke in den Zuschauerraum amüsierte sich das Publikum.

Zwar konnte der Kultsketch auch in Form eines Theaterstückes überzeugen, doch die zeitlich überwiegende dazu gedichtete Vorgeschichte stand diesem in vielerlei Hinsicht weit nach. Rollen ohne ausdrucksstarke Persönlichkeiten, fade Dialoge und wenige Pointen. Da konnten auch die respektable schauspielerische Leistung und die gute Idee von „Theater im Theater“ nicht viel ausrichten.

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