Die Zukunft der Cornetzhofschule ist ungewiss

Von: Ingo Latotzki
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Die Cornetzhofschule in Rösldorf. Foto: inla

Düren. Die Zukunft der Cornetzhofschule in Düren ist ungewiss. Die Förderschule müsste nach einem Konzept des Kreises Düren geschlossen werden, da ab August 2015 das vom Land beschlossene Inklusionsgesetz umgesetzt werden muss.

Es sieht vor, behinderte und nicht-behinderte Schüler gemeinsam auf allgemeinen Schulen zu unterrichten. Die Förderschulen werden dann nicht mehr in dem Maß gebraucht wie heute noch. Im Kreis Düren gibt es sechs Förderschulen, die sich mit Lernentwicklungsstörungen der Jugendlichen beschäftigen. Zwei von ihnen könnten nach dem Konzept, das der beim Kreis Düren für Förderschulen zuständige Schulrat Michael Schevardo ausgearbeitet hat, erhalten bleiben: Die Schirmerschule im Nordkreis und die Bürgewaldschule in Birkesdorf in Zusammenarbeit mit der Förderschule Athenée Royal an der Stockheimer Landstraße.

Nach Prognosen des Kreises wird sich die Zahl der Förderschüler in den kommenden fünf Jahren von derzeit rund 600 auf 300 halbieren. Bis 2016/17 erreiche keine der Schulen mehr die vom Land geforderten 144 Schüler. Sie müssten dann schließen. Das im Dürener Schulausschuss vorgestellte Konzept sieht vor, die verbleibenden Förderschüler auf zwei Schulen zu verteilen, so dass die notwendige Schülerzahl erreicht werden kann. Für Schulrat Schevardo ist das „der einzige Weg, dauerhaft eine Lösung zu finden“. Andere Alternativen würden nicht lange tragen. In Düren etwa wird noch überlegt, inwieweit eine Zusammenarbeit zwischen Cornetzhof- und Bürgewaldschule funktionieren könnte.

Als Vorteile seines Konzepts nannte Schevardo den „Erhalt von Wahlmöglichkeiten und eine relative Wohnortnähe“. Es bringe eine „fünfjährige Stabilität und federe den Inklusionsprozess ab“. Offen sei die Trägerschaft für die beiden Schulen, zudem das pädagogische Konzept. Bürgermeister Paul Larue nannte das Konzept „plausibel“. „Wir sind offen“, sagte er. CDU-Chef Thomas Floßdorf bezeichnete es „als denkenswert“. Die schulpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Dagmar Nietan, plädierte für ein Gesamtkonzept. Düren dürfe nicht isoliert betrachtet werden. Angemerkt

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