alemannia logo frei Teaser Freisteller

Die winterliche Lage hält bis zum Monatsende an

Letzte Aktualisierung:

Kreis Düren. Von einem „trüben Januar mit großen Temperaturgegensätzen“ spricht unser Wetterfrosch Karl Josef Linden mit Blick auf den Jahresauftakt. In Erinnerung bleibt von diesem Hochwintermonat eine lange Kältewelle, die jedoch durch die frühlingshaften Temperaturen im ersten Monatsdrittel und gegen Monatsende nicht ausreichte, um den Durchschnitt herunter zu ziehen.

Die Mitteltemperatur schwankte im Kreis zwischen Null Grad in Vossenack und 2,3 Grad in Düren. Die Abweichungen von minus 0,5 bis minus ein Grad lagen unter dem 30-jährigen Mittel. Der Januar blieb also noch vergleichsweise mild, aber extrem trüb.

Seit mindestens 35 Jahren (1978) schien die Sonne im Januar nicht mehr so wenig: Untermaubach 38 Stunden, Düren 34, Drove und Jülich 32, Zülpich 29, Gevenich 27, Heimbach 15 und Vossenack 14 Stunden. Im Temperaturbereich gab es ein auf und ab der Extreme.

Zuerst sehr mild, dann 14 Tage Dauerfrost und schließlich frühlingshafte Rekordwerte zum Monatsende. Die Spitzenwerte der Wetterstationen lieferte der 30. Januar mit 11,5 Grad auf den höchsten Kuppen und 15 Grad im Südkreis (Drove). Vom absoluten Höchstwert für das letzte Januardrittel (17,1 Grad am 25 Januar 1918) waren wir also nicht mehr weit entfernt.

Innerhalb der 14-tägigen Kältewelle vom 11. bis 26. Januar wurden die absoluten Tiefstwerte am 13. und 14. gemessen. Hier die geringsten Lufttemperaturen (in Klammer der Bodenfrost): -7,4 Grad im Dürener Rurtal (-10,4); -8,1 Grad in Gevenich (-9,4); -8,6 Grad in Vossenack; -8,7 Grad in Hergarten; -8,9 Grad in Heimbach (-11,2); -9,1 Grad in Untermaubach und -10,1 Grad in Drove. In allen Höhenlagen gab es zahlreiche Frostnächte, beispielsweise in Düren 16 und in Vossenack 17.

Extrem hoch war die Zahl der Eistage (Düren 9 und Vossenack 15). Vom 27. bis 31. Januar schmolz der Süd-Sturm alle Schneedecken. Täglich gab es Sturmböen der Stärke 8 bis 9 in allen Höhenlagen. Bei 10 bis 15 Grad hatten die Pollenallergiker in dieser Zeit ungewöhnlich früh unter Haselpollen zu leiden.

Auch bei den Niederschlägen gab es ein sehr unterschiedliches Bild der Regensummen zwischen dem Höhengebiet der Rureifel und dem Dürener Bördenland. Die Regensummen blieben dabei meist unter den Durchschnittswerten: Nörvenich 27 Liter, Winden 29, Drove 32, Soller und Düren 34, Jülich 35, Heimbach und Gevenich 37, Obermaubach und Vlatten 38, Brandenberg 43, Hoven 45, Düttling 48, Vossenack 50, Hergarten 53 und Schwammenauel 61 Liter pro Quadratmeter.

Zu Beginn des zweiten Monatsdrittels gelangte zunehmend Polarluft in unsere Region, so dass die Niederschläge überall in Schnee übergehen. Der Kreis Düren war vom 16. bis 24. Januar komplett mit einer Schneedecke zugedeckt. Die maximalen Schneehöhen unterschieden sich regional kaum und reichten für einige Rodelpartien: Vossenack zehn Zentimeter, Jülich und Hergarten neun, Nörvenich, Zülpich und Vettweiß acht Zentimeter.

Die aktuelle Kälteperiode erreichte genau zu Karneval ihren Höhepunkt. Die winterliche Lage soll auf den Bergen noch bis Ende Februar andauern, auch wenn es ab und zu Temperaturen bis plus zwei Grad gibt. Auch rund um Düren wird es nicht wärmer als fünf Grad.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.


Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert