Die Wassermassen machen nur in Schmidt Probleme

Von: mv
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Schmidt/Düren. „Hier kommt zur Zeit das Wasser aus allen Ritzen und Fugen”, sagt Peter Esser und weiß sich im Rathaus von Nideggen keinen Rat. Die Wassermassen haben besonders für vier Familien in Schmidt fatale Folgen. In der Straße „Zum Bendchen” konnten am Donnerstag weder Toilette noch Dusche benutzt werden, weil ein Schmutzwasserkanal übervoll war und das Schmutzwasser in die Keller zu schwappen drohte.

Die Schneeschmelze und der viele Regen führten zur Überlastung des Kanals, im Rathaus ist das Problem bekannt. Und man vermutet, dass zusätzlich Grundwasser in den Kanal gelangt und hohen Druck erzeugt. Anwohner Reiner Zemke ist jedenfalls sauer: Seit 20 Jahren gebe es das Problem, „und ich verlange, dass die Stadt einen neuen Kanal baut”.

60.000 Liter pro Sekunde

Unterdessen hat der Wasserverband Eifel/Rur am Donnerstag den Hahn aufgedreht und die Wasserabgabe erhöht. Aus dem Talsperrensystem flossen ab 14 Uhr genau 60.000 Liter Wasser pro Sekunde in die Rur. „Zuvor gelangten nur 40.000 Liter pro Sekunde in den Fluss”, so Wasserverbands-Sprecher Marcus Seiler.

Zwischen 5000 und 60.000 Liter Wasser pro Sekunde darf der Wasserverband Eifel/Rur aus seinen Talsperren in den Fluss ableiten. Man müsse vorausschauend die maximal erlaubte Menge abgeben, „um in den Talsperren bei eventuell weiterem extremem Regen noch etwas aufnehmen zu können”, so Seiler.

Morgens konnte Heimbachs Bürgermeister Bert Züll beim Blick aus dem Fenster mitteilen: „Die Rur liegt noch in ihrem Bett, die Wege am Rand der Rur sind noch trocken.” Nachmittags musste er sich Sorgen um drei Campingplätze machen. Der Wasserverband hatte die Betreiber der Plätz gewarnt, dass dort die Rur über die Ufer treten könnte. Bis zum Abend geschah jedoch nichts dergleichen.

Die Böden sind voller Wasser, können den Regen nicht mehr aufnehmen. Seiler teilte mit, ausufern werde die Rur voraussichtlich nur auf die dafür vorgesehenen Wiesen und Wanderwege. „Aber das ist dann normal, die Gebiete sind amtlich ausgewiesen.”

Bis abends verzeichnete auch die Feuerwehr des Kreises Düren keinen wasserbedingten Einsatz. In Stockheim ging man davon aus, dass es zu großflächigen Überschwemmungen am Freitag nicht kommen wird.
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