Die Umsiedlung von Pier ist abgeschlossen

Von: Sandra Kinkel
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Über 20 Pierer Bürger hätten im Arbeitskreis Umsiedlung mitgearbeitet, und Pier sei genau so geworden, wie die Menschen es sich gewünscht hätten, erklärt Ortsvorsteher Dirk Huizing. Foto: S. Kinkel

Langerwehe. Den Satz „hier bin ich zu Hause, aber Alt-Pier ist meine Heimat“ hört Dirk Huizing oft. Der 42-Jährige ist seit knapp zwei Jahren Ortsvorsteher von Pier und feiert am Samstag mit der Pierer Dorfgemeinschaft ein großes Fest zum Abschluss der Umsiedlung. 470 Menschen haben in Neu-Pier in Langerwehe eine neue Heimat gefunden.

Das ist etwa ein Drittel der knapp 1500 Männer und Frauen aus Alt-Pier. Die anderen haben sich für andere Umsiedlungsstandorte entschieden.

„Der Zeitplan für die Umsiedlung ist absolut eingehalten worden“, sagt Dirk Huizing. „2005 ist die erste Familie hier eingezogen, ursprünglich geplant waren zehn Jahre. Jetzt ist nach acht die Umsiedlung abgeschlossen.“ Huizing lobt die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde Langerwehe. „Die Verwaltung war absolut kooperativ“, sagt er.

Über 20 Pierer Bürger hätten im Arbeitskreis Umsiedlung mitgearbeitet, und Pier sei genau so geworden, wie die Menschen es sich gewünscht hätten. „Mit kleinen Straßen, Gässchen und vielen Ruhezonen. Es ist wirklich schön geworden.“ Jetzt hat RWE Power – auch Dank des Einsatzes von Dirk Huizing – endlich die Kostenübernahme für den Endausbau der letzten Straßen zugesagt, es wird demnächst in Pier einen Kindergarten geben. „Wir hoffen nur noch“, schmunzelt Huizing, „dass die Gaststätte, die schon längere Zeit gebaut wird, endlich fertig ist. Die Pierer brauchen nämlich einen Ort, an dem sie sich abends mal auf ein Bierchen treffen können.“

Besonders für die acht Vereine, die auch in Neu-Pier eine neue Heimat gefunden haben, sei die Umsiedlung ein echter Kraftakt gewesen. „Während der Umsiedlungsphase“, sagt der Ortsvorsteher, „hatten viele Bürger einfach keine Zeit für ihren Verein. Da haben viele wirklich ums Überleben gekämpft.“

Heute hätten sich die Vereine aber wieder komplett im Ortsleben etabliert. „Zum Beispiel für uns Karnevalisten“, so Huizing, „war die Umsiedlung aber auch eine echte Chance. Wir haben sogar neue Mitglieder aus Langerwehe gewonnen.“

Dirk Huizing sagt, dass er mittlerweile absolut in Neu-Pier angekommen sei. „Für mich ist das hier mein Zuhause. Aber ich bin auch vor 20 Jahren erst nach Pier gezogen. Vielleicht tue ich mich deswegen leichter.“ Seine Frau dagegen sei „Ur-Piererin“, die trauere der alten Heimat viel mehr nach als er.

Vielleicht hilft ja das große Fest am Samstag, die Identität mit Neu-Pier noch mehr zu vertiefen als bisher. Der Erlös der Veranstaltung soll jedenfalls der Dorfgemeinschaft zugute kommen. „Wenn das Abschlussfest gut angenommen wird“, so Huizing, „dann planen wir jedes Jahr ein Sommerfest in Pier.“

Das Abschlussfest der Umsiedlung beginnt am heutigen Samstag, 14. September, um 14 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Pier mit einer Lesung von Dr. Peter Staatz. Der Historiker wird aus seiner neuen, umfangreichen Ortschronik von Pier lesen.

Anschließend wird im Festzelt in Pier weitergefeuert. Hier sorgen die Pierer Ortsvereine und abends die Band „Sound-Express“ für Unterhaltung.

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