Heimbach - „Die Uehl“ aus Heimbach und ihre Eulensammlung

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„Die Uehl“ aus Heimbach und ihre Eulensammlung

Von: Gudrun Klinkhammer
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Überall in der Gastwirtschaft finden sich Eulenfiguren – mittlerweile mehr als 500.
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Ihr Spitzname bescherte Heidi Blumberg-Uehlein, genannt „die Uehl“, die außergewöhnliche Sammlung.

Heimbach. Überall schauen Eulenaugen hervor: Aus den Regalen, aus den Schränken und von den Wänden herab. In der Gastwirtschaft „Terrasse am See“ in Heimbach wimmelt es nur so von Eulen. Rund 500 Exemplare aus vielen Ländern der Erde werden es aktuell sein, schätzt Heidi Blumberg-Uehlein. Mit ihrem Sohn Bernd betreibt die Senior-Chefin das alteingesessene Lokal am Ufer der Rur.

Die 77-Jährige holt ein wenig aus, um die Frage, wie es denn zu dieser stattlichen Sammlung kam, zu beantworten. Heidi Blumberg-Uehlein: „1942 wurden wir in Köln ausgebombt, nach diesem Angriff flohen wir nach Heimbach.“ Vater Franz hatte dort bereits 1934 Grundstücke erworben. Ihn zog es aus familiären Gründen in das Burgstädtchen.

Großvater Karl führte von 1904 bis 1914 das Hotel Schönblick, und mit Anna Pütz hatte Franz Uehlein ein Heimbacher Mädchen geheiratet, mit dem er zunächst 20 Jahre in Köln lebte. Eben bis zu dem Tag, an dem das Domizil im Krieg zerstört wurde. Für seine fünfköpfige Familie baute Heidi Blumberg-Uehleins Vater zunächst eine 48 Quadratmeter große Notwohnung an der Stelle, an der heute die „Terrasse am See“ zu finden ist.

Vor der Notwohnung stand ein Gartentisch. Immer wieder fragten Wanderer damals nach der Möglichkeit, an dieser Stelle einzukehren. Die Passanten dachten, es handele sich um eine Gartenwirtschaft. Heidi Blumberg-Uehlein: „Meine Mutter fand es sehr einsam hier draußen und sie begann, Limonade zu verkaufen.“ 1952 wurde das Lokal eröffnet. Heidi Blumberg-Uehlein, genannt „die Uehl“, wuchs im Betrieb auf und gleichzeitig in den Betrieb hinein. Später führte sie das Lokal mit ihrem Mann Dieter Blumberg fort. Neben Sohn Bernd wuchs auch Sohn Klaus, heute Kapitän der Rursee-Flotte, im Haus auf.

Aufgrund ihres Spitznamens „Uehl“ schenkten und schenken ihr Freunde und Bekannte immer mal wieder eine Eule.

„Die erste brachte mir vor vielen Jahrzehnten eine Schulkameradin aus Indonesien mit. Das Exemplar ist aus Eisenholz.“ Seither geht es Schlag auf Schlag. Egal ob als Wandbild, Skulptur, Brieföffner, Windspiel oder Pillendose, ob aus Glas, Bronze, Meerschaum, kleinen Muscheln oder einem Uralstein – die Eulenvielfalt ist riesengroß, faszinierend und verblüffend. Regelmäßig werden die Tiere gebadet und gesäubert. Das bekommt nicht allen Objekten gut, wie sich manchmal erst nach dem Bad herausstellt. So verlor eine „Uehl“ aus Moskau nach der Reinigung plötzlich die Augenfarbe.

Hilde Blumberg-Uehlein ist nachhaltig beeindruckt von einem Exemplar aus Venezuela: „Dort, in diesem Land, gibt es wohl keine Eule, die nicht mit einem Totenkopf abgebildet wird.“ In besonderen Ehren hält die Gastronomiefachfrau ein Exemplar aus Athen. Die Redensart „Eulen nach Athen tragen“ kommt ihr dabei in den Sinn. Früher besaß sie zwei Skulpturen, die aus der griechischen Hauptstadt stammten. Hilde Blumberg-Uehlein: „Doch immer mal wieder wird hier auch eine Eule geklaut.“

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