Die „Tornado”-Ära ist beendet

Von: Dietmar Engels
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Generalleutnant Peter Schelzig und der Boelcke-Kommodore Oberst Ingo Gerhatz (verdeckt) grüßen die abrückende Ehrenformation, während im Hintergrund der bunt lackierte letzte Tornados des Geschwaders startbereit gemacht wird. Foto: Dietmar Engels

Nörvenich. Ziemlich genau 27 Jahre nach der Landung des ersten damals hochmodernen Kampfflugzeuges in Nörvenich ist am Freitag die „Tornado”-Ära beim Jagdbombergeschwader 31 „Boelcke” zu Ende gegangen. Letztmals stieg in Gegenwart vieler Gäste nach einem feierlichen Appell ein „Tornado” auf. Für begrenzte Zeit verfügt das Geschader jetzt über lediglich zwei Maschinen des neuen Typs „Eurofighter”.

Generalleutnant Peter Schelzig, Befehlshaber des Luftwaffenführungskommendos, und Oberst Ingo Gerhartz, Kommodore des Nörvenicher Geschwaders zogen vor den geladenen Gästen und einer Ehrenformation des Geschwaders eine durchweg positive Bilanz der „Tornado”-Ära.

Am 26. Juli 1983 übernahmen die „Boelckianer” als erstes Geschwader der Bundesluftwaffe ein Exemplar des fliegenden Waffensystems. Nach und nach wurde der Bestand auf insgesamt 48 Maschinen aufgestockt. Die haben nun in Nörvenich ausgedient, weil das Geschwader komplett auf den „Eurofighter” umgestellt wird.

Zum Teil „Ersatzteillager”

Die bisher in Nörvenich stationierten „Tornados” werden zum Teil von anderen Luftwaffeneinheiten weiter genutzt. Teilweise dienen die bisherigen „Boelcke”-Maschinen auch als „Ersatzteillager” für noch im Einsatz befindliche Maschinen. Auf lange Sicht werden alle „Tornados” der Bundesluftwaffe (und der Marine) verschrottet.

In seiner Ansprache gedachte der Kommodore den drei Nörvenicher Flugzeugbesatzungen, die bei Unfällen mit „Tornados” tödlich verletzt wurden: Major Manfred Wegenast und Hauptmann Wolfgang Klupp (sie stürzten 1984 ab), Hauptmann Werner Schreiber und Oberleutnant Walter Keilhauer (1986) und Hauptmann Koch und Oberleutnant Marco Raithel (2000).

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