Die Stadt will beim Klimaschutz neue Impulse setzen

Von: bugi
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Setzen auf den Klimaschutz als
Setzen auf den Klimaschutz als Leitlinie: Bürgermeister Paul Larue, Heiner Wingels, Kämmerer Harald Sievers, DSB-Chef Richard Müllejans und Stadtplaner Marcus Steffens. Foto: Burkhard Giesen

Aachen. Luftschlösser, sagt Dürens Kämmerer Harald Sievers, wolle man nicht bauen, aber wenn es um das Thema Klimaschutz gehe, müsse man auch auf lokaler Ebene Leitlinien vorgeben. Rund 40 Einzelmaßnahmen sind es, die im Bereich der Stadtentwicklung, der energetischen Gebäudesanierung, beim Thema erneuerbare Energien oder der Mobilität in Angriff genommen werden sollen.

„Intellektuelles Futter für den Stadtrat” nennt Kämmerer Sievers das. Dabei ist die Prämisse klar: Der Klimaschutz soll stärker als bisher das Handeln von Verwaltung und Politik bestimmen, und das eben nach einem Konzept.

Stadtplaner Marcus Steffens hat dafür ein paar Beispiele parat. So soll schon bei der Bauleitplanung stärker als bisher auf die „klimaangepasste Stadtentwicklung” geachtet werden. Steffens: „Bisher stehen eher gestalterische Festsetzungen im Vordergrund.” Die sollen angepasst werden, wenn zum Beispiel Vorgaben für Firsthöhen den Einsatz von Solaranlagen auf Dächern verhindern. Oder: Baugrundstücke könnten günstiger an Bauherren abgegeben werden, die bestimmte ökologische Standards berücksichtigen. Und weil die Stadt selbst mit gutem Beispiel voran gehen will, wird auch über Modell-Projekte nachgedacht.

Das Projekt Windpark Echtz, mit dem ein Drittel aller Dürener Haushalte mit Strom versorgt werden könnte, ist ebenso schon in der Diskussion wie die mögliche Klimaschutzsiedlung in Düren-Nord. Neu sind Vorschläge, für das ehemalige Gelände der Cornetzhofschule einen Planungswettbewerb auszuloben, um hier ein energetisch-innovatives Modellprojekt umzusetzen. „Verankerung klimaschonender Vorgaben bei kommunaler Liegenschaftspolitik” nennt sich das Ziel. Oder „Baulandentwicklung auf Grundlage energetisch optimierter städtebaulicher Konzepte”.

„Düren muss sich Gedanken machen, was man für den Klimaschutz tun kann - Maßnahmen, die ökologische Effekte haben, aber das Stadtsäckel schonen”, sagt Kämmerer Sievers. Wie zum Beispiel die von Richard Müllejans vom DSB umgesetzte Sanierung der Dürener Straßenbeleuchtung. Die Lampen sollen und werden schon komplett auf LED-Technik umgerüstet - Einsparkosten pro Jahr: 650.000 Euro.

Die Investitionen, so Müllejans, würden sich nach vier Jahren amortisieren. Anderes Beispiel: Beim Stichwort Mobilität soll dem Radverkehr eine noch höhere Priorität eingeräumt werden, wie Tiefbauamtsleiter Heiner Wingels erläuterte: „Düren ist ideal geschaffen, um viele Wege mit dem Fahrrad zurück zu legen”, so Wingels, der sich auch für die Beschäftigten der Stadt für ein Job-Ticket stark machte.

Im September soll der Dürener Rat dass neue „Handlungskonzept Klimaschutz” erstmals beraten. Wenn die Politik ihr Plazet gibt, könnte mit einem Großteil der Maßnahmen sogar noch in diesem, spätestens im kommenden Jahr begonnen werden.
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