Die Sportfreunde wollen die Euphorie mit in die Saison nehmen

Von: Kevin Teichmann
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Spieler und Verantwortliche zeigen es an: Zum dritten Mal in Folge holten die Sportfreunde Düren den Stadtmeistertitel im Fußball. Dies gelang bisher noch keinem anderen Verein.
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Teilt sich mit Yunus Karabulut (Türkischer SV) die Torjägerkrone: Marc Wollersheim (Sportfreunde).

Düren. Am Ende waren es die Sportfreunde Düren, die im Finale der Dürener Fußball-Stadtmeisterschaft jubeln durften – und das bereits zum dritten Mal in Folge. Gegen Ausrichter Lendersdorf glänzten die Sportfreunde mit dem 6:0-Kantersieg.

Hatte es zur Pause nur 1:0 für die Kicker aus dem Dürener Grüngürtel gestanden, so erntete man Trainer Maik Wengorz nach „die Lorbeeren“ für ein hohes Laufpensum über 90 Minuten in der zweiten Halbzeit: „Ich muss meiner Mannschaft ein Riesenkompliment machen. Sie haben Alemannia höchsten Respekt gezollt – denn nur dann gibst du gegen eine zwei Klassen tiefer spielende Mannschaft Vollgas. Wir sind hier hingefahren mit der klaren Zielsetzung, den Pokal ein drittes Mal in Folge zu holen – das haben wir geschafft. Die nun entfachte Euphorie hoffen wir natürlich mit in die Saison nehmen zu können.“

Sein Gegenüber, Roland Gajewski, war trotz der hohen Niederlage „total glücklich“: „45 Minuten haben wir gut Paroli geboten. Das Finale zu erreichen, war ein großer Erfolg für ganz Lendersdorf.“ Auch Bürgermeister Paul Larue freute sich über das Gesehene im Finale: „Das Endspiel wurde verdient gewonnen. Ich möchte mich aber auch beim Veranstalter Alemannia Lendersdorf bedanken, die unsere Stadtmeisterschaft hervorragend ausgerichtet haben.“ Den Torschützenkönigstitel teilten sich SFD-Akteur Marc Wollersheim und Yunus Karabulut vom Türkischen SV mit jeweils drei Toren.

Vor dem Spiel wurde eine Schweigeminute abgehalten, da am Sonntagmittag mit Edgar „Ed“ Frings ein langjähriger Zuschauer der Sportfreunde verstorben war. Das „kleine“ Endspiel zwischen der SG GFC Düren 99 und der SG Türkischen SV hatte zuvor der GFC mit 3:1 für sich entschieden. Dennoch zeigte sich TSV-Trainer Attila Ermayasi nicht enttäuscht: „Ich bin zufrieden, wie wir uns gegen den ambitionierten GFC schlagen konnten. Wichtiger ist jedoch die Liga, in der wir weniger mit dem Abstieg zu tun haben wollen.“

Auf Seiten der SG GFC Düren 99 zog Karsten Schümann, Abteilungsleiter der Fußball-Seniorenabteilung, ein Fazit: „Hätten wir gegen die Sportfreunde einen unserer Hochkaräter verwertet, dann wären wir wohl ins Finale gekommen. So müssen wir uns mit dem dritten Platz zufrieden geben, der allerdings bei einem Prestige-Turnier – wie es die Stadtmeisterschaft immer schon war – immer noch ein Erfolg ist.“

Dann schlug Schümann jedoch ernstere Töne an: „Leider ist die Stadtmeisterschaft nicht mehr das, was sie mal war. Früher wären zum Finaltag mindestens 500 Zuschauer gekommen, diesmal waren es vielleicht die Hälfte. Das liegt sicherlich auch am Fußballkreis, der die Stadtmeisterschaft als ein Freundschaftsturnier wertet. Die Stadtmeisterschaft bekommt also nicht den öffentlichen Platz, um sich entfalten zu können.“

Ein besonders trauriges Merkmal für die bröckelnde Wertigkeit der Stadtmeisterschaft ist mit Sicherheit, dass Vereine nicht zwingend in Bestbesetzung antreten. „Man möchte sich als kleinerer Verein gerne mit den Großen messen“, lauten doch so einige kritische Stimmen aus Reihen der Zuschauer.

Offensichtlich ein Thema, das Fußball-Düren seit Jahren schon beschäftigt. Klar ist: Dem Namen „Stadtmeisterschaft“ muss das Turnier wieder gerecht werden – das fordern zahlreiche Zuschauer wie auch mancher Verantwortliche ganz offen.

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