Die Rennfahrer düsen durch Matsch und den Schulflur

Von: Gudrun Klinkhammer
Letzte Aktualisierung:
15356873.jpg
BSV-Profil-Kassierer David Volk aus Vossenack (re.) und ein Kollege aus Schmidt wussten sich gegen den regen zu schützen. Foto: Klinkhammer

Vossenack. „Die Strecke in diesem Jahr ist schlammig, schwer und unrhythmisch zu fahren“, konstatierte Andreas Häuser, Geschäftsführer des Bike-Sport-Vereins (BSV) „Profil“ Hürtgenwald. 180 Starter traten zum „4. Hürtgenwalder MTB-4-Stunden-Rennen“ an.

Von den 180 Fahrern gingen 40 als Einzelfahrer an den Start, sie fuhren die ganzen vier Stunden lang alleine und ohne Unterbrechung. Weiter gab es 13 Vierer-Teams und die restlichen Fahrer teilten sich in Zweier-Teams auf.

Die fünf Kilometer lange Strecke zog sich über 160 Höhenmeter hinweg, führte am Kletterpark Raffelsbrand und um das Waldstück „Ochsenkopf“ herum, zudem über einen Teil der Mountainbikeparkstrecke wieder hinauf zum Vossenacker Gymnasium. Dort befand sich auch der Wechselplatz, an dem die Teams den Staffelstab übergeben konnten. Häuser, 53 Jahre und von Beruf Maschinenbauingenieur: „Das Spezielle in diesem Jahr ist, das wir auch ein kleines Stück durch die Schule fahren, Schulleiter Pater Peter war da sehr kooperativ.“

Tatsächlich fuhren die Rennteilnehmer durch ein Stück Schulflur. Zeitweise war dies der einzige trockene Ort im ganzen Rennen. Zwar starteten die Fahrer noch bei Sonne und Wolken ohne Regen, doch nach circa der Hälfte der Zeit öffnete der Himmel am liebsten alle Schleusen.

Teilnehmer aus Köln

An den Start gingen nicht nur Bikefreunde aus der Region wie etwa Berufsfeuerwehrmann Thorsten Breuer, 41 Jahre und aus Heimbach. Manche Teilnehmer reisten auch aus Köln, dem Niederrhein und dem Aachener Grenzland an.

Häuser: „Vom Können und von der Intention her ist hier ebenfalls alles vertreten, vom Hobbybiker bis hin zum ehemaligen Profi Robert Mennen, der in Vossenack mitfährt.“ Thorsten Breuer fuhr im Zweier-Team und befand: „Die Strecke ist sehr matschig und klebrig, man benötigt viel Kraft. Ich bin froh, dass ich mich mit meinem Teamkollegen Ralf Brunkhorst aus Heimbach abwechseln kann.“

Ausgezeichnete Arbeit leistete der ausrichtende Verein BSV „Profil“ Hürtgenwald, der aktuell 90 Mitglieder zählt, was die Vorbereitung und Ausführung der Veranstaltung anging, dies attestierte auch Klaus Wissmann, Vorsitzender des Radsportbezirks Aachen. Nahezu die komplette Strecke hatte Andreas Häuser mit seinem Team tags zuvor mit rot-weißem Flatterband gekennzeichnet.

Sämtliche Behörden hatte ihre Genehmigungen gegeben, die es einzuholen galt, und neun Streckenposten sowie ein Arzt waren am Renntag vor Ort, um im Notfall eingreifen zu können. Häuser: So eine Veranstaltung kostet den Verein rund 3000 Euro. Gut 1000 Euro kostet allein die Zeitnahme, 600 Euro die Absperrgitter und auch Genehmigungen kosten Geld. Wie sind immer froh, wenn wir Null auf Null auskommen.“

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.


Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert