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Die Realschule in Nideggen hat eine neue Leiterin

Von: Burkhard Giesen
Letzte Aktualisierung:
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Christa-Maria Goergens ist die neue Leiterin der Realschule in Nideggen. Foto: B. Giesen

Nideggen. Man kann es ja mal versuchen. „Dürfen wir auf dem Schulhof Handys benutzen?” - Das war eine der ersten Fragen von Schülern, als Christa-Maria Goergens zum Dienstantritt an der Realschule Nideggen die einzelnen Klassen aufgesucht hat, und sich auch bei den Schülern vorgestellt hat.

Nein, es bleibt bei der Hausordnung der Schule, so wie sich mit der neuen Schulleiterin auch an der Schule nicht alles ändern wird. Das Wort „Kontinuität” nimmt Christa-Maria Goergens zwar nicht in den Mund, aber wenn sie davon spricht, erst mal „den Standard zu halten” und das auf den ausgesprochen guten Ruf der Schule bezieht, wird deutlich, dass sie nicht nach Nideggen gekommen ist, um alles umzukrempeln.

„Ich bin nicht mit einem fertigen Konzept gekommen”, sagt sie. Sie will zuhören, neue Wünsche erkunden und dann dabei helfen, die Schule noch stärker zu profilieren. „Mein Bestreben ist es, die Schule so im Ansehen zu festigen, dass sie bei den Eltern als gute Wahl dasteht.” Dabei will sie auf dem Erreichten aufbauen. Es aber auch ergänzen, denn: Bei dem stehen zu bleiben, bedeute auch Rückschritt.

Zu ihrem 1. Schultag in Nideggen am 16. Juni dürfte ihr allerdings durchaus mulmig zumute gewesen sein. Drei Jahre lang wurde um die Stellenbesetzung mit rechtlichen Mitteln gestritten - und Frau Goergens stieß dabei in Nideggen durchaus auch auf Ablehnung. „Mir ist zum Beispiel vorgehalten worden, dass ich mich vor drei Jahren mit 58 Jahren noch auf diese Stelle beworben habe.”

Dabei hätte sie nur eine neue Herausforderung gesucht. „Jupp Heynckes hat man das Alter auch nicht vorgehalten”, merkt sie an. Dass von der Ablehnung nach nur drei Wochen nicht viel übrig geblieben ist, ist eine Erfahrung, die sie als sehr positiv empfindet. „Man hat mich hier ins kalte Wasser geworfen. Dienstags habe ich angefangen und musste direkt eine Jahrgangskonferenz leiten, am Freitag war dann die Abschlussfeier - da kann man sich nicht einfach vor drücken.”

Inzwischen hat sich Christa-Maria Goergens, die privat in Monschau zuhause ist, freigeschwommen und die gefühlte Wassertemperatur ist nicht mehr so kalt. „Wir hatten keine Zeit darüber nachzudenken, wie man miteinander klarkommt, man musste es einfach, um den Laden nicht zu blockieren.” Diese zwei Wochen vor den Ferien haben Christa-Maria Goergens geholfen.

„Ich konnte so zum Beispiel noch Anregungen für das neue Schuljahr geben.” Und auch lernen, dass vieles an der Schule gut läuft, so wie es läuft. Frau Goergens: „Die Zusammenarbeit innerhalb des Kollegiums ist hier sehr gut und es gibt viele sehr engagierte Lehrer.” Und etwas, von dem sie sagen würde das läuft total schräg hat sie ebenfalls nicht finden können.

Lernort für Lehrer

Ein Lob hat sie auch für ihren Mitbewerber Georg Lauf parat, der die Schule drei Jahre lang kommissarisch geleitet hatte. „Herr Lauf ist unheimlich verlässlich und hat alles gut im Griff.” Noch während sie es sagt, spürt man, dass Frau Goergens das auch genau so meint. Genau so offen will sie mit ihren Kolleginnen und Kollegen umgehen. „Ich will mit allen sprechen und ihre Wünsche und Ideen aufgreifen, denn: „Man kann nur etwas erreichen, wenn man ein gemeinsames Ziel formuliert hat.” Schließlich sei die Schule auch ein Lernort für Lehrer.
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