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Die NPD will sich in Düren festsetzen

Von: Ottmar Hansen
Letzte Aktualisierung:

Düren. Die NPD will in Düren-Merken ein „Nationales Zentrum im Rheinland” einrichten. Dazu will die rechte Partei eine Gaststätte in Merken erwerben.

Wie die NPD am Dienstag mitteilte, eigne sich die Kneipe mit Saal durch ihre zentrale Lage hervorragend, um dort Versammlungen, Schulungen und Feiern abzuhalten. Verhandlungen mit anderen Kreisverbänden der Partei hätten diesbezüglich bereits stattgefunden. In einer Wohnung über dem Schankraum könne man zudem rechtzeitig vor dem Landtagswahlen in NRW Büros der regionalen NPD einrichten und von Merken aus den Wahlkampf steuern.

Es handelt sich um die Gaststätte „Zum Sportplatz”, in der vergangenes Jahr bereits die rechtsextreme Kameradschaft Aachener Land eine Sitzung abgehalten hatte. Seither war das Lokal von vielen Einheimischen gemieden worden. Der Eigentümer hatte sich seinerzeit bei der Buchung seines Saales von den Mietern hintergangen gefühlt - diese Zeitung berichtete. Jetzt habe er das Pensionsalter von 65 Jahren erreicht, er selbst und seine Gattin seien erkrankt, so der Gastwirt am Dienstag gegenüber dieser Zeitung. Grund genug, das Lokal zu verkaufen. Es gebe mehrere Bewerber. Allerdings habe die NPD bei den Verhandlungen bislang keinen schlechten Eindruck hinterlassen.

Politiker aus dem Merkener Bezirksausschuss reagieren empört auf die Pläne der NPD. Karl-Albert Eßer (CDU): „Nazis sollten bei uns in der Stadt keinen Platz haben. Jeder trägt da seine eigene Verantwortung, dass es für Rechtsextremismus keinen Nährboden gibt. Ich richte deshalb die Bitte gerade an Immobilienbesitzer im Gaststättenbereich, nicht an die NPD zu verkaufen.” Ilse Sieger (SPD) findet die Verkaufspläne „entsetzlich”. Voriges Jahr habe Merken bereits einen Vorgeschmack auf das erhalten, was nun drohe: Demonstrationen von Rechtsextremen durch das ganze Dorf samt großem Polizeiaufgebot.

Jo Ecker, Merkener Initiator der Aktion „Kein Platz für Rassismus”, wird morgen Abend mit Mitstreitern Bürgermeister Paul Larue in seiner Bürgersprechstunde besuchen. Ecker am Dienstag : „Larue ist Sprecher des Bündnisses gegen Rechts. Er muss etwas unternehmen.”
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