Düren/Zülpich - Die Laga in Zülpich lässt Grenzen fallen

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Die Laga in Zülpich lässt Grenzen fallen

Von: Gudrun Klinkhammer
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Die Dürener Kleingärtner Rita Brehmer, Ernst Schnitzler (Vorsitzender des Stadtverbandes), Manfred Brehmer und Lothar Dengs (Vorsitzender des Kleingartenvereins In den Blanken, von links) auf der Laga.

Düren/Zülpich. „Das hat sich gelohnt, wir sind völlig baff“, sagte Dr. Renate Goldmann auf dem „Hoesch-Sculpture-Space“-Gelände der Landesgartenschau (Laga) in Zülpich. Renate Goldmann, Direktorin des Leopold Hoesch-Museums und des Papiermuseums in Düren, zieht fünf Wochen vor Ende der Laga eine zufriedenstellende Bilanz.

Sie erinnert an die Anfänge der fruchtbaren Kooperation: „Vor zwei Jahren kamen die Vertreter der Laga auf mich zu.“ Das Ergebnis: Die Mitarbeiter des Dürener Museums und angegliederte Künstler bestückten den romantischen Obstgarten im Park am Wallgraben mit vier zeitgenössischen Skulpturen.

Der Bildhauer Martin Pfeifle schuf eine Plattform in Zitronengelb namens „zetta“. Zwei Baumskulpturen gestaltete Arjan Stockhausen, Enkel des berühmten Komponisten Karl-Heinz Stockhausen und Sohn des nicht minder bekannten Trompeters Markus Stockhausen.

Parallel dazu lädt das Dürener Team um Renate Goldmann in das „Grüne Klassenzimmer“ auf der Hoesch-Kreativ-Plattform ein. 60 Veranstaltungen für Schul- und Kindergartengruppen und Geburtstagsgesellschaften fanden dort bereits statt. Die Gäste knüpfen Teppiche und schöpfen Papier. In den kommenden Wochen werden weitere Veranstaltungen durchgeführt. Interessierte Gruppen können sich anmelden. Die genaue Besucherzahl des „Grünen Klassenzimmers“ hat Renate Goldmann noch nicht parat, einige Tausend Kindern partizipierten am Programm. Insgesamt besuchten die Laga bisher 450.000 Menschen.

Das geplante Ziel von 400.000 Besuchern wurde damit schon jetzt weit überschritten. Bis zum 12. Oktober könnten es 500.000 Besucher werden. 25 Millionen Euro flossen in das Projekt, das die Grenze der Kreise Düren und Euskirchen fallen ließ. Da sowohl an den Skulpturen auf der Laga als auch im Grünen Klassenzimmer Infomaterial zu den Dürener Museumseinrichtungen ausliegt, macht sich eine positive Rückmeldung bemerkbar. Renate Goldmann sagt: „Einige Gäste fahren direkt weiter und kommen zu uns, ein erfolgreiches Crossmarketing.“

Die Zusammenarbeit, so wünscht sie sich, sollte in den kommenden Jahren unbedingt fortgeführt werden.

Ebenfalls sehr zufrieden sind die Dürener Kleingärtner. Alle sieben Vereine nahmen an der Laga teil: Blücherstraße, Zum fröhlichen Gärtner, Im Rossfeld, In den Blanken, Rurtal Süd, Rurtal West und die Römerkolonie. Ernst Schnitzler, Vorsitzender des Dürener Stadtverbandes, resümierte: „Wir erleben hier die Renaissance der Kleingärten, zunehmend junge Leute interessieren sich für dieses Hobby.“ Insgesamt 100 Dürener Kleingärtner wechseln sich im wöchentlichen Rhythmus mit weiteren 100 Helfern aus anderen Kommunen im 560 Quadratmeter großen Laga-Freizeitgarten ab. Täglich sind zwei bis vier Ehrenamtler zugegen. Sie pflanzen, gießen, ernten und beantworten Fragen. Ernte und Antworten geben sie an die Besucher weiter.

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