Düren - Die „Konjunkturheizung” läuft im Kreis weiter auf Touren

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Die „Konjunkturheizung” läuft im Kreis weiter auf Touren

Von: Burkhard Giesen
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Sehen noch keine Spur von eine
Sehen noch keine Spur von einer Wirtschaftskrise: Uwe Günther (links) und Peter Deckers von der Handwerkskammer. Foto: Burkhard Giesen

Düren. Wirtschaftskrise? Eurokrise? Krise auf dem Arbeitsmarkt? Die Handwerksbetriebe im Kreis Düren sind davon bisher weitestgehend verschont geblieben. Hauptgeschäftsführer Peter Deckers von der Handwerkskammer Aachen formuliert das so: „Wir müssen uns ein bisschen wärmer anziehen, aber keiner wird erfrieren.”

Die Konjunkturheizung läuft also immer noch. Wenn auch nicht mehr auf Hochtouren. Deckers: „Dem Handwerk geht es immer noch sehr gut. Wir erkennen aber erste Anzeichen für eine Abschwächung der konjunkturellen Lage.” Im Kreis Düren haben bei der Herbstumfrage der Handwerkskammer immerhin 78 Prozent der Betriebe die Konjunkturlage im 1. Halbjahr als gut oder befriedigend bewertet.

Im Nachbarkreis Euskirchen waren das zehn Prozent mehr. Die Erklärung: Im Kreis Düren sind deutlich mehr Betriebe von der Automobilzulieferer- und Expeortindustrie abhängig. Dennoch: „Die Sorge, dass die globale Finanzmarktkrise auch in den Regionen spürbar wird, ist nicht eingetreten”, stellt Uwe Günther, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Rureifel fest.

Mit Ausnahme eines Sorgenkindes: „Das ist die KFZ-Branche, weil hier nicht mehr die Rendite vergangener Jahre erwirtschaftet werden kann”, so Günther. Interessanter als der Blick zurück ist aber der Ausblick: 72 Prozent der Handwerksbetriebe im Kreis Düren erwarten für das kommende Halbjahr eine gute oder befriedigende Geschäftslage - auch wenn sich die Mehrheit der Betriebe laut Deckers „nach dem rasanten Aufschwung der vergangenen zweieinhalb Jahre” eher „auf ein moderates Tempo” einrichten würde.

Zu Arbeitsplatzverlusten wird das aber eher nicht führen. Zum einen versuchen Betriebe Facharbeiter so lange wie irgend möglich zu binden, zum anderen ist auch die Auftragslage nach wie vor gut. Die Auslastung der Betriebe lag im Kreis Düren im Schnitt bei 82 Prozent und jeder 5. Betrieb in Düren meldete ein Plus bei den Aufgangseinträgen. Das führt zu einer weiteren guten Zahl: 82 Prozent der Dürener Handwerker erwarten aufgrund der guten Kundennachfrage eine wachsende oder gleich bleibende Zahl an Auftragseingängen - das ist höher als im gesamten Aachener Kammerbezirk, wo die Quote bei 75 Prozent liegt.
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