Die Kassenlage bleibt angespannt

Von: sj
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Kleinhau. Etwa 2,9 Millionen Euro ist das Loch groß, das im Haushaltsentwurf der Gemeinde Hürtgenwald für das Jahr 2014 klafft. Im Vergleich zu den ersten Berechnungen der Verwaltung „verbesserte“ sich das Ergebnis um 287 Euro.

Rein rechnerisch würde es die Gemeinde sogar bis zum Jahr 2023 schaffen, einen ausgeglichenen Haushalt zu präsentieren – damit wären Haushaltssicherungskonzept und Haushaltssperre Geschichte.

Doch die Zahlen, die Bürgermeister Axel Buch den Mitgliedern des Gemeinderates vorstellte, waren am nächsten Tag schon überholt. Mittwoch brachte der Kreis Düren seinen Doppelhaushaltsentwurf ein und damit das Zahlenspiel der Hürtgenwalder durcheinander.

Eine leichte Entspannung gibt es bei der Kreisumlage, die im Jahr 2014 wie prognostiziert bei 3,69 Millionen Euro bleibt und im Jahr 2015 laut Entwurf des Kreises um knapp 100.000 Euro von 3,73 auf 3,73 Millionen Euro sinkt.

Die Jugendamtsumlage allerdings steigt um Jahr 2014 um 174.921 Euro auf 1,81 Millionen Euro und um Jahr 2015 um 58.552 Euro auf 2,07 Millionen Euro. „70 Prozent von jedem Euro, den wir einnehmen, gehen an den Kreis Düren“, bilanzierte Bürgermeister Axel Buch.

Ins Kontor schlagen auch die weiter sinkenden Schlüsselzuweisungen. Statt den erwarteten 1,673 Millionen kann die Gemeinde nunmehr nur noch mit 1,3 Millionen Euro rechnen. Innerhalb der vergangenen zehn Jahre seien die Schlüsselzuweisungen um 50 Prozent gekürzt worden, rechnete Buch vor. „Profitiert haben davon die Städte und Ballungsräume.“

Die Grundsteuer A wird im Haushaltsentwurf mit 645 Punkten, die Grundsteuer B mit 455 und die Gewerbesteuer mit 435 Punkten eingepreist. Investitionen im Kanalbau (730.000 Euro) und im Straßenbau (594.000 Euro) wurden bereits auf kommende Jahre verschoben. Die freiwilligen Leistungen der Gemeinde sind mit 354.000 Euro beziffert, etwa 41 Euro pro Bürger.

Das Freibad Vossenack wird weiterhin mit einem Zuschussbedarf in Höhe von 100.000 Euro aufgelistet. 1000 Unterschriften für den Erhalt des Bades sind im Sommer gesammelt worden, ein erstes Gespräch mit den Initiatoren fand bereits statt.

Axel Buch wiederholte angesichts der prekären Haushaltslage, dass das Bad entweder geschlossen werden müsse oder sich ein Betreiber findet. Die Gemeinde könnte diesen mit 50.000 Euro im Jahr unterstützen. Denkbar wäre auch, dass ein Förderverein das Bad übernimmt oder sich Bürger stark in das Tagesgeschäft einbringen. „Wir sind über jede Hilfe und konkrete Unterstützungsangebote dankbar“, sagte Buch.

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