Düren - Die Jugendfete ist eine „gelungene Mannschaftsleistung“

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Die Jugendfete ist eine „gelungene Mannschaftsleistung“

Von: Sandra Kinkel
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Franz Hompesch (53) und Klaus Heinen sind für das Dürener Ordnungsamt in der Innenstadt unterwegs. Foto: Sandra Kinkel
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Verletzte werden in drei DRK-Zelten an der Wilhelmstraße betreut.

Düren. 20 Mitarbeiter des Jugendamtes, 15 Kräfte vom Ordnungsamt, 40 Leute von Feuerwehr und Rotem Kreuz sowie 20 Sicherheitsbedienstete – die Jugendfete auf dem Rathausvorplatz ist eine echte Gemeinschaftsaufgabe.

„Die Party ist eine gelungene Mannschaftsleistung. Das Konzept hat sich bewährt“, so Peter Junker vom städtischen Jugendamt. „Wir bieten diese Fete seit zwölf Jahren an. Und die Jugendlichen sind begeistert.“ Peter Junker hat Recht: Über 4000 junge Leute feierten Fettdonnerstag auf dem Rathausvorplatz. Und das meistens friedlich.

Für Franz Hompesch und Klaus Heinen vom Ordnungsamt ist Weiberfastnacht „Großkampftag“. Von 10.30 bis 18 Uhr sind die beiden Männer in der City unterwegs. „Anfangs“, sagt Hompesch, „kontrollieren wir verstärkt, ob das Glasverbot eingehalten wird. Später müssen wir uns um Wildpinkler und stark alkoholisierte Jugendliche kümmern.“ Immer wieder treffen der stellvertretende Amtsleiter Franz Hompesch und seine Kollegen auf Jugendliche, die doch die ein oder andere Glasflasche dabei haben. „Vor allem bei den kleinen Schnapsfläschchen sind wir oft machtlos“, so Hompesch. Die Mitarbeiter des Ordnungsamtes sind um eine friedliche Einigung bemüht – und meistens klappt das auch. „Bei besonders uneinsichtigen Leuten“, so Hompesch, verhängen wir aber auch schon mal ein Bußgeld.“

In einem Blumenbeet an der Weierstraße liegt ein junger Mann, er ist betrunken. Zwei Freunde versuchen, ihm zu helfen. „Klappt das mit Euch?“, fragt Hompesch. Und will dann noch wissen: „Geht Ihr jetzt nach Hause?“ Die drei Jungs nicken und ziehen ab.

„Natürlich bedeutet Glasverbot nicht, dass kein Alkohol getrunken wird“, sagt Berthold Becker vom städtischen Jugendamt. „Aber wenn die Jugendlichen ihre in Plastikflaschen mitgebrachten Getränke leer haben, bekommen sie keinen harten Alkohol mehr.“ Der ist nämlich nicht in Dosen oder Plastikflaschen zu haben. Und Glasflaschen wurden in der Innenstadt nicht verkauft.

Am Nachmittag füllten sich die Zelte des Roten Kreuzes an der Wilhelmstraße deutlich, wie immer hatten Sanitäter und Mediziner hier eine Art kleines Krankenhaus eingerichtet, um die Patienten möglichst direkt behandeln zu können. 70 Jugendliche mussten versorgten werden, die allermeisten hatten zu viel Alkohol getrunken, für 20 junge Leute endete Weiberfastnacht im Krankenhaus. „Es war ein sehr ruhiger Tag“, bilanzierte Polizeibeamter Robert Baumgarten. „Bis 16 Uhr hatten wir erst einen schwerwiegenderen Vorfall.“ Ein junger Mann mit einer blutenden Ohrverletzung wehrte sich gegen seine Behandlung und kam deswegen in Gewahrsam. Nach Ende der Jugendparty verzeichnete die Polizei 6 Platzverweise, 4 Gewahrsamnahmen. „Es ist klar“, sagt Franz Hompesch, „dass die Stimmung am Nachmittag rauer wird, wenn der Alkoholpegel steigt. Grundsätzlich können wir aber zufrieden sein.“

Peter Junker formuliert das so: „Wir hatten mehr Besucher als in den Vorjahren, aber unter dem Strich weniger Vorfälle. Das ist eine gute Bilanz.“ Es sei wichtig, so Hompesch, dass es diese Veranstaltung geben würde. „Die Eltern wollen, dass ihre Kinder hier behütet feiern können.“ Das sieht auch Berthold Becker vom Jugendamt ähnlich. „Wir haben dieses Jahr noch einmal deutlich mehr in die Bühne und die Musikanlage investiert. Es hat eine Liveband gespielt. Ich denke, das war ein guter Weg.“ Übrigens ist die Party an Weiberfastnacht nicht gerade preiswert. 9500 Euro hat die Veranstaltung gekostet. „Das“, so Becker, „konnten wir nur mit Hilfe von Sponsoren finanzieren.“

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