Düren - Die Immobilienpreise steigen wieder an

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Die Immobilienpreise steigen wieder an

Von: Gudrun Klinkhammer
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Für Immobilienmakler Dietmar Bonn ist es schwerer geworden, für Interessenten gute und erschwingliche Objekte zu finden. Die Nachfrage ist wegen der niedrigen Zinsen stark angestiegen. Foto: Gudrun Klinkhammer

Düren. Geld auf die Bank zu tragen, um es dort anzulegen, das scheint bei den extrem niedrigen Zinsen derzeit nicht sinnvoll. Der Leitzins erlebt einen historischen Tiefstand. Die Kehrseite der Medaille: Kredite, beispielsweise um ein Haus zu finanzieren, sind ebenfalls günstig wie selten zuvor. Eine Zwei vor dem Komma ist sehr gut möglich.

Stellt sich die Frage, wie sich diese Situation auf den Immobilienmarkt auswirkt.

Dietmar Bonn, Inhaber der Firma Großgart Immobilien in Düren, sagt: „Die Situation der niedrigen Zinsen erleben wir seit drei Jahren, was durchaus zum Kaufen anregt. Leute, die die Möglichkeit haben, zu kaufen, tun das jetzt auch. Bisher konservative Anleger gehen auf Immobilien über. Zunehmend wird es daher schwieriger, an gute Objekte zu gelangen.“

Stellenweise würden die Preise inzwischen sogar angezogen. Bei einem 150.000 Euro-Objekt musste noch vor einigen Jahren eine Rate von knapp 1000 Euro pro Monat zurückgezahlt werden. Diese Rate errechnete sich aus beispielsweise fünf oder sechs Prozent Zinsen und zwei Prozent Tilgung. Wird dem Gesamtbetrag ein Zinssatz von etwa drei Prozent zu Grunde gelegt bei zwei Prozent Tilgung, dann ergibt sich eine Rate pro Monat in Höhe von rund 650 Euro.

Dietmar Bonn: „Das entspricht einem gängigen Mietbetrag und macht einen Kauf besonders attraktiv.“

In Gebieten, die keine starke Infrastruktur besitzen, sind die Häuser und Baugrundstücke immer noch verhältnismäßig erschwinglich. Dietmar Bonn: „Eine Preisblase wie in den Ballungsgebieten erleben wir hier aktuell nicht. Für die Wertigkeit der Immobilie gilt nach wie vor die Faustregel: Lage, Lage und nochmals Lage.“

Als Mangelware auf dem Dürener Wohnungsmarkt bezeichnet der Fachmann altengerechte, stadtnahe Wohnungen in Häusern mit Aufzug, zudem fehlen familiengerechte Wohnungen. Jürgen Fischöder, der Vorsitzende des Gutachterausschusses für Grundstückswerte in der Stadt Düren, legt jedes Jahr wieder einen Grundstücksmarktbericht vor. Unbebaute Grundstücke wurden in 2012 in Düren 58 Stück veräußert, 2013 waren es 47 Stück. 287 Einfamilienhäuser wechselten 2012 den Besitzer. 2013 waren es 323, darunter wenige Neubauten, so Fischöder.

Der Trend: Zwischen 2006 und 2010 wurden pro Jahr in Düren rund 250 Einfamilienhäuser verkauft, seit 2011 sind es pro Jahr im Schnitt rund 300 Stück.

Sehr genau prüft die Sparkasse Düren die Kreditnehmer, die ein Haus erwerben möchten, so Volker Gräfe, der Geschäftsführer der Sparkassen Immobilien GmbH. Auch wenn der Zins niedrig ist und für 20 Jahre festgeschrieben wird, die Tragbarkeit der Verpflichtung muss gewährleistet sein. Volker Gräfe: „Ein Eigenkapital von 20 Prozent für eine Darlehenssumme ist nach wie vor üblich.“ Möglich seien auch Sicherheiten in anderer Form, das hänge ganz von der Bonität des einzelnen Kreditnehmers ab.

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