Langerwehe - Die Geschichte lebendig werden lassen

Die Geschichte lebendig werden lassen

Von: Sandra Kinkel
Letzte Aktualisierung:
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Auch ein mittelalterlicher Pilger ist beim Tag des offenen Denkmals in der Wenauer Klosterkirche gesichtet worden. Foto: Sandra Kinkel

Langerwehe. „Ein bisschen kann man sich wirklich vorstellen, wie das früher gewesen sein könnte. Das ist sehr interessant.” Peter Gast aus Langerwehe hat Recht. Im Kloster Wenau herrschte am Sonntag ein buntes, mittelalterliches Treiben.

Der Pfarrgemeinderat mit Arno Kaminski an der Spitze hat wie in jedem Jahr zum „Tag des offenen Denkmals” eingeladen und gemeinsam mit der Gruppe „Tempora Nostra” ein interessantes und abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt.

„Kultur in Bewegung - Reisen, Handel und Verkehr” lautete das Motto des Denkmal-Tages in diesem Jahr, im Kreis Düren waren insgesamt übrigens 15 Denkmäler geöffnet. In Düren wurden unter anderem die Annakirche, die Stadtgärtnerei, die Lendersdorfer Kirche St. Michael und der jüdische Friedhof für Besucher geöffnet.

Im alten Wenauer Kloster, dessen Klosterkirche aus dem Jahr 1122 stammt, drehte sich am Tag des offenen Denkmals alles um das Mittelalter, zu Gast war die Gruppe „Tempora Nostra”, die die alten, ehrwürdigen Klostermauern wirklich mit Leben füllte.

Ein echter Pilger, der auf seinem Weg nach Santiago de Compostela in Wenau Station gemacht hat wurde gesichtet, Ordensfrauen waren in das Prämonstratenserinnekloster gekommen, ein Medicus versorgte die Kranken und im Klosterhof ging ein Schmied seiner Arbeit am offenen Feuer nach. Wer wollte, bekam von den Mittelalter-Experten auch interessante Informationen über die damalige Zeit.

„Wir wollen mit solchen Tagen wie diesen”, erklärte Carsten Giesen aus Schlich, der zu „Tempora Nostra” gehört, „die menschliche Seite der Geschichte zeigen und ein bisschen von der trockenen Materie weg kommen. Die Frage Woher kommen wie?´ bestimmt ganz stark auch die Frage Wohin gehen wir?´ Und das macht für mich unter anderem den Reiz aus, mich in der Form mit dem Mittelalter auseinanderzusetzen.”

Schön auch, dass einige Mitglieder von „Tempora Nostra” den Tag des offenen Denkmals in der Wenauer Klosterkirche, in der übrigens auch Kirchenführungen angeboten wurden, mit einer Vesper ausklingen ließen, bei der unter anderem auch gregorianische Gesänge zu hören waren.

Chorkonzert

In der Alten Kirche in Langerwehe auf dem Rymelsberg fand anlässlich des Tages des offenen Denkmals auf Initiative des „Vereins zur Erhaltung der Alten Kirche” ein Konzert mit dem „Jungen Chor” der katholischen Pfarrgemeinde St. Martin unter der Leitung von Küster und Organist Martin Jung statt.
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