Düren - Die ersten Ämter ziehen im März aus dem Rathaus aus

Die ersten Ämter ziehen im März aus dem Rathaus aus

Von: inla
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Maria Welter, Helmut Harpersch
Maria Welter, Helmut Harperscheidt und Bürgermeister Paul Larue vor dem Gebäude der Telekom am Ellernbusch. Foto: Ingo Latotzki

Düren. 379 Personen, 364 Schreibtische, 776 Schränke und 381 Computer mit Druckern und Telefonen werden ab dem Frühjahr innerhalb Dürens umziehen. In der Stadt beginnt dann eines der größten Sanierungsprojekte. Das Rathaus, fertig gestellt 1959, ist in die Jahre gekommen und muss vor allem energetisch umgebaut werden.

Bürgermeister Paul Larue bringt das so auf den Punkt: „Die Stadtverwaltung ist die beste Heizung der Innenstadt.” Was an Energie durch nicht mehr zeitgemäße Isolierung verloren geht, ist beträchtlich.

„Wir wollen den Energieverbrauch um Dreiviertel senken”, sagte am Freitag Helmut Harperscheidt, der Leiter des Dürener Gebäudemanagements. Das Rathaus muss für die 14,75 Millionen Euro teure Sanierung komplett geräumt werden. Den Anfang machen ab 19. März unter anderem Personal - und Rechtsamt, die in das Verwaltungsgebäude der Telekom am Ellernbusch ziehen. Die Stadt Düren hat dort - wie berichtet - mehr als 4600 Quadratmeter oder 154 Büros angemietet. Bis Juli werden alle Ämter der Verwaltung ausziehen und entweder am Ellernbusch oder im Bürgerbüro sowie im City-Carree untergebracht. Während dieser Zeit können Bürger sich über eine Hotline informieren, wenn sie Fragen zur Unterbringung von einzelnen Abteilungen oder Ähnlichem haben.

An den Ellernbusch werden 193 Mitarbeiter umziehen. Nach Personal- und Rechtsamt folgen unter anderem das Amt für Gebäudemanagement, das Amt für Stadtentwicklung oder die Kämmerei. Der Bürgermeister wird mit seinem Büro in der Innenstadt bleiben; mit dem Bereich Öffentlichkeitsarbeit und Marketing zieht er ins Bürgerbüro, das mehr noch als jetzt schon Anlaufpunkt für die Dürener Bürger werden soll.

Von einem „sozialen Rathaus” wird gesprochen, wenn gemeint ist, dass das Schul-, Sozial-, Jugend- und Integrationsamt demnächst im City-Carree untergebracht sein werden. Die Fraktionen von CDU, SPD, Grüne und FDP ziehen ebenfalls ins Bürgerbüro an den Markt 2. „Das Ganze ist eine logistische Herausforderung”, sagte Maria Welter, stellvertretende Leiterin des Hauptamtes und mit für die Organisation des Umzuges verantwortlich. Durch die Zentralisation auf drei Standorte sollen jährliche Miet- und Betriebskosten von knapp 240.000 Euro gespart werden. Bei den Ausgaben für das Rathaus werden laut Amtsleiter Helmut Harperscheidt durch Energie- und Unterhaltungseinsparungen weitere 130.000 Euro auf der Guthabenseite stehen.

Ob es für die Gesamtsanierung, die im März/April 2014 abgeschlossen sein soll, Zuschüsse vom Land NRW gibt, ist noch unklar. Fest steht, dass es - wenn überhaupt - nur wenige Hunderttausend Euro sein werden. Bisher sind zur Finanzierung der 14,75 Millionen Euro 5,3 Millionen als Rückstellung gebildet worden. Weitere vier Millionen sind im Haushalt 2011 veranschlagt, der Rest (5,45 Mio.) muss durch Umschichtungen im Haushalt 2012/13 (wird derzeit beraten) bereit gestellt werden. Dadurch werden sich „die Spielräume für andere Maßnahmen in den Folgejahren reduzieren”, heißt es in einem Verwaltungstext.
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