Düren - Die Bauhistorie im Dürener Norden soll gesichert werden

Staukarte

Die Bauhistorie im Dürener Norden soll gesichert werden

Von: bugi
Letzte Aktualisierung:
5484755.jpg
Mit der Denkmalbereichssatzung soll der Erhalt der historischen Fassaden in der Nordstadt gefördert werden. Foto: Burkhard Giesen

Düren. Was lange wird, könnte jetzt endlich gut werden: In seiner nächsten Sitzung will der Dürener Stadtrat die Denkmalbereichssatzung Düren-Nord beschließen – nach langjähriger Diskussion. Vorgesehen ist das Gebiet zwischen Eisenbahnstraße/Fritz-Erler-Straße im Süden und Karlstraße/Malteserstraße im Norden, inklusive der LVR-Klinik. Ziel der neuen Satzung ist es, das besondere Erscheinungsbild des Stadtbildes in diesem Quartier zu erhalten.

„Die für die Stadtgeschichte überaus wichtige Expansionsphase aus der Zeit der Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert ist im Erscheinungsbild des Stadtteils Düren-Nord in unterschiedlichen, bedeutenden Aspekten für Jedermann nachvollziehbar veranschaulicht.

Die Erhaltung des Erscheinungsbildes ist für die Stadt bedeutend aus industriegeschichtlichen, baugeschichtlichen, sozialgeschichtlichen und städtebaulichen Gründen.“ So hatten es die Denkmalschützer schon im Jahr 2007 gesehen, als erstmals die Diskussion geführt wurde, wie denn dieses Erscheinungsbild konserviert werden kann. Das Ergebnis ist die Denkmalbereichssatzung. Die regelt künftig, welche Eingriffe in die Bausubstanz einer Genehmigung bedürfen. Im Mittelpunkt steht dabei aber nur der Erhalt der Fassade.

Dass es jetzt endlich zu einem Beschluss kommen soll, freut SPD-Politiker Peter Koschorreck und ärgert ihn zugleich: „Sechs Jahre sind hier verbummelt worden. Hinzu kommt, dass es zurzeit kaum noch Fördermittel für Baumaßnahmen unter Denkmalschutz gibt.“

Die standen vor einem Jahr, als Koschorreck nicht zum ersten Mal die Dringlichkeit dieser Maßnahme angemahnt hatte, zumindest im Rahmen des Programms „Soziale Stadt“ noch bereit.

Kompromisse wurden an ganz anderer Stelle geschlossen: Mehrere Unternehmen wurden aus der Denkmalbereichssatzung ausgeklammert. Zum einen, weil man nicht dauerhaft ein reines Wohngebiet schaffen wollte, zum anderen, um bei möglichen Umbauten keine zu hohen Hürden aufzubauen.

Die könnte die Stadt an anderer Stelle möglicherweise noch selbst bekommen. So wurde in der Sitzung des Hauptausschusses am Dienstag beschlossen, dass die Stadt sich am Bieterverfahren für die leerstehende Immobile der ehemaligen Gaststätte „Karlseck“ als Zwischenerwerber beteiligen soll. Wird die für eine neue Wohnbebauung abgerissen, dürfte es spannend zu beobachten sein, ob die Stadt auf den Erhalt der Fassade achten wird.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.


Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert