Düren - Die „AnnaBells” entfalten einen engelsgleichen Klang

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Die „AnnaBells” entfalten einen engelsgleichen Klang

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Der Frauenchor „AnnaBells” u
Der Frauenchor „AnnaBells” unter der Leitung von Hans-Josef Loevenich brillierte bei einem Benefizkonzert in der Christuskirche in Düren. Foto: Julian Loevenich

Düren. An der Kölnstraße liegt er - der denkmalgeschützte Evangelische Friedhof. Geplant ist neben dem Gelände der Bau einer Trauerhalle als Ort für würdige Trauerfeiern und für besondere Gottesdienste oder Konzerte. Und für die soll in den Kauf einer Truhenorgel investiert werden. Rund 20.000 Euro kostet dieses transportable Instrument.

Um diesen Betrag bald zusammen zu bekommen, fand am Samstagabend ein Benefizkonzert in der Christuskirche statt. Der Frauen-Kammerchor „AnnaBells” unter der Leitung von Hans-Josef Loevenich musizierte gemeinsam mit Natalia Schmidt (Klavier) und Stefan Iseke (Orgel).

In der nur spärlich besetzten Christuskirche präsentierten sich die zwölf Sängerinnen rein äußerlich betrachtet schon stimmungsvoll. In den Farben schwarz und rot gekleidet, begannen die Frauen ohne musikalische Begleitung mit „Ave regina coelorum” von Georg Aichinger. Ruhig entfaltete der Chor einen engelsgleichen Klang, der auch im folgenden „Da pacem Domine” von Charles Gounod reflektiert wurde.

Dynamisch fein vorgenommene Abgrenzungen unterstützen die insgesamt weichen Stimmen, die durch den Hall des hohen Gemäuers gleichzeitig etwas Erhabenes, Würdevolles annahmen. Auch Felix Mendelssohn Barholdys „Hebe deine Augen auf” reihte sich ein in diese gute getroffene Auswahl der genussvollen Musik. Dem Chor gelang es in seinen Stücken eine derartige Ruhe zu schaffen, dass man das Fallen einer Stecknadel hätte hören können.

Das Publikum schien ergriffen von Ehrfurcht. „Wir wollen Ihnen die ganze Bandbreite der Chormusik präsentierten”, versprach Hans-Josef Loevenich zu Beginn des Konzertes und mit drei Stücken von Gioachino Rossini hatte das Versprechen auch durchaus Wahrheitsgehalt. Als Musik, die aus dem Rahmen des Programms fiele, angekündigt, bekam das Publikum ausschweifende, verzierte opernähnliche Melodien zu hören. Mit aufbauschendem, voluminösem Klang demonstrierte der Chor seine musikalische Wandlungsfähigkeit.

Bei diesen Stücken begleitete Natalia Schmidt am Klavier, die ein perfektes Spiel zeigte, das sich allerdings aufgrund der gewaltigen Stimmkraft der Sängerinnen, auf dem Weg zum Publikum im Kirchenraum mitunter verlor und nur an einigen Solostellen aufblitzte. Im weiteren Verlauf folgten Werke von Franz Schubert, André Messager, Javier Busto und Heinrich Poos, die sich in ein geistlich ausgerichtetes Programm einordneten und Teil eines musikalisch gelungen Abends darstellten.
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