Gürzenich - Die Alpenbrüder bewahren die Werte

AN App

Die Alpenbrüder bewahren die Werte

Von: Fred Schröder
Letzte Aktualisierung:
8492530.jpg
Scharten sich um Reliquie und Majestäten: Königin Martina Eckstein, Schülerprinzessin Katharina Eckstein und Kinderprinz Lukas Eckstein.
8492531.jpg
„Hochmeister-Plakette“ zum Jubiläum: Bezirksbundesmeister Josef Mohr überreichte Schützenmeister Frank Eckstein die Auszeichnung.

Gürzenich. „Wir haben keine Stadttore mehr zu bewachen und keine Mauern zu verteidigen; aber wir haben Werte zu bewahren“. In diesem Satz von Schützenmeister Frank Eckstein steckte alles drin, was das Jubiläumsschützenfest zum 125-jährigen Bestehen des „Bogenschützenvereins Alpenbrüder Sankt Christina“ ausmachte.

Mit ihrem Jubiläum richteten die Alpenbrüder das Bezirksbundesfest des Bezirksverbandes Düren-Nord im Bund Historischer Deutscher Schützenbruderschaften aus. Festkommers und Festzug mit den 18 Bruderschaften des Bezirksverbandes machten das Jubiläumsfest der „Alpenbrüder“ zu einem Bekenntnis des Schützenwesens.

Aus Italien

Eigens zum Fest wurde eine Reliquie der Schutzpatronin, der Heiligen Christina von Bolsena, nach Gürzenich gebracht, im Festgottesdienst und im Festzug mitgeführt. Schützenmeister Frank Eckstein nahm beim Festkommers die Gäste mit auf eine Reise in die italienische Heimat der Märtyrin. Die Tochter heidnischer Eltern wurde von einer Dienerin zum Christentum bekehrt, auf grausame Weise gefoltert. Der Sarkophag mit den Gebeinen der Heiligen Christina wird in Bolsena/Italien in der gleichnamigen Kathedrale aufbewahrt. Beim Festkommers wurden die Vertreter der Gastgesellschaften belohnt: mit Rotwein „St. Christina“ vom Weingut Santa Christina in der Toskana.

Beim Festkommers wurden deutliche Worte gesprochen. „Die christlichen Feste und Symbole werden in zunehmendem Maße entfernt. So schafft Deutschland sich selbst ab“, spielte Frank Eckstein darauf an, dass die Sankt-Martins-Feier nicht zum Sonne-Mond-Sterne-Fest werden solle. Er betonte: „Von uns wird Toleranz gefordert. Die fordern wir aber auch für uns.“

Für Bürgermeister Paul Larue war es „mutig, die Brücke zur Patronin zu bauen und an die Werte zu erinnern“. Erinnert wurde vom Bürgermeister an die Geschichte der „Alpenbrüder“. Zum Zeitpunkt der Gründung war Gürzenich getrennt in das Ober- und das Unterdorf. Im Oberdorf gründete ein aus dem bayerisch-österreichen Gebiet die „Alpenbrüder“, an deren Spitze fortan der „Alpenvater“ stand. Es dauerte, bis die „Alpenbrüder“ im Unterdorf Fuß fassten.

Zu den Gratulanten gehörte Bundesschützenmeister Heinz-Gerd Dewies. Er bemängelte, dass die Öffentlichkeit die Schützen „entdecke“, wenn es um spektakuläre Dinge wie ein schwules Königspaar oder einen islamischen König gehe. „Aber von unserem vielfältigen gesellschaftlichen und sozialem Engagement will niemand was wissen.“ Bezirksbundesmeister Josef Mohr bescheinigte den „Alpenbrüdern“: „Ausgehalten, durchgestanden und alle Tiefen überwunden“. Er überreichte die Hochmeister-Plakette.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.


Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert