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Dia-Nielsen: 70 Jobs gehen verloren

Von: bugi
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Die Mitarbeiter von Dia-Nielsen stehen vor einer ungewissen Zukunft. Die Produktion wird in die USA verlagert. Foto: Stephan Johnen

Düren. Das Aus kam aus heiterem Himmel: Das Lendersdorfer Unternehmen Dia-Nielsen soll bis September geschlossen und die Produktion verlagert werden. Vermutlich 70 der derzeit 80 Beschäftigten werden wohl ihren Job verlieren.

Wie Geschäftsführer Heiko Schriever am Freitag auf Anfrage bestätigte, ist die Belegschaft am Mittwoch vom Mutterkonzern Graphic Controls mit Sitz in den USA informiert worden – eine Nachricht, die auch Schriever kalt erwischt hat. Dia-Nielsen produziert seit 1955 Produkte für die Mess- und Regeltechnik. Unter anderem zum Beispiel industrielle Registrierpapiere und Stifte zur Datenerfassung oder für die medizinische Anwendung.

Erst 2011 kaufte Graphic Controls das Dürener Unternehmen und investierte zunächst: in neue Räume und Anlagen. Jetzt soll die Produktion in die USA verlagert werden, und das zügig: 80 Prozent der Verlagerung soll bis Juni abgeschlossen sein, der Rest bis September.

In Düren würde an einem neuen Standort nur noch ein Vertriebsbüro und Lagerhaus verbleiben. Hier sollen zehn Mitarbeiter beschäftigt werden. Grund für das Aus: „Das Werk hat defizitär produziert“, sagt Schriever. Dabei wurden zwischen 2011 und heute bereits 40 Stellen abgebaut und Produktionsprozesse angepasst. Das eigentliche Problem: während das Unternehmen mit alter Technik gute Umsätze einfährt, mussten neue, zeitgemäße Produkte subventioniert werden. Der Markt für nicht-digitale Messtechnik wird allerdings kleiner. „Und auch Entscheidungen wie der Atomausstieg treffen uns hart“, erklärt Schriever.

Kommt ein Sozialplan?

Wie es nun für die von der Kündigung betroffenen Mitarbeiter weiter geht, steht noch vollkommen in den Sternen. Die entsprechenden Verhandlungen haben noch nicht begonnen. „Wir müssen in dieser schlechten Situation das beste für die Mitarbeiter herausholen“, verspricht der Geschäftsführer eine enge Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat, der sich für einen Sozialplan stark macht und zudem eine Transfergesellschaft für die Mitarbeiter einfordert. Allein schon deshalb, weil ein Großteil der Mitarbeiter älter als 50 Jahre ist.“

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