Düren - Des Bürgermeisters optimistische Sicht: „Uns geht es gut“

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Des Bürgermeisters optimistische Sicht: „Uns geht es gut“

Von: inla/ja
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Düren. D tik, Wirtschaft und Verwaltung. Der Lebens
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Ein Posaunenquartett der Musikschule unter der Leitung von Renold Quade (links) sorgte für musikalische Untermalung.

Düren. Den traditionellen Jahresempfang im Rathaus beginnt Dürens Bürgermeister Paul Larue mit einer positiven Einschätzung der Gesamtlage: „Es geht uns gut“, sagt der Christdemokrat vor Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung.

Der Lebensstandard sei hoch, es gebe vergleichsweise wenig Arbeitslose, die Steuereinnahmen sprudelten. Wie sehr einige Unternehmen offenbar ausgelastet seien, sehe man daran, dass das städtische Tiefbauamt neulich auf eine Ausschreibung kein Angebot erhalten habe.

Und dennoch sei die Situation nicht in allen Kommunen Deutschlands gleich, Larue sprach von einem „Nord-Süd-Gefälle“. Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg oder Bayern hätten kaum Schulden, anders als die weiter nördlich liegenden Kommunen. Für die Stadt Düren mahnte der Verwaltungschef einen vorsichtigen Umgang mit Geld an.

In diesem Jahr würde weiter die Sanierung der Schulen auf dem Programm stehen, Larue nannte unter anderem den Ausbau der Hauptschule St. Josef und die Erneuerung der naturwissenschaftlichen Räume am Burgau-Gymnasium. Zudem würden der Heuss-, der Holzbenden- und der Adenauer-Park umgestaltet, später, vor allem 2019, der Kaiserplatz vor dem Rathaus. Larue plädierte für ein Alkoholverbot in der Innenstadt, das testweise eingeführt werden könnte.

Gleichzeitig sollte es aber Unterstützung durch die Sozialarbeit geben, um den betroffenen Personengruppen Angebote zu machen. „Was nutzt es, wenn die Dürener Innenstadt deutlich attraktiver gestalteter ist, die Menschen sich aber nicht sicher und wohl fühlen?“ Larue sprach zudem über „nachlassenden Respekt“ gegenüber Polizisten und Verwaltungsmitarbeitern. Der Staat müsse dem entgegentreten, sonst könne es negative Folgen für die Demokratie geben.

Die Stadt Düren würde 2018 den Wohnungsbau und den Breitbandausbau für schnelleres Internet vorantreiben. Zudem wünschte sich der Bürgermeister, dass der durch das Braunkohleende begründete Strukturwandel in der Region „umsichtig mit Blick auf die Unternehmen und Beschäftigten“ gestaltet würde.

Bereits am Dienstag hatte die Stadt Düren Vereinsvertreter auf Schloss Burgau geladen. Bürgermeister Larue hatte den Abend unter den Begriff „Heimat“ gestellt, der lange Zeit verpönt gewesen sei, in jüngster Vergangenheit aber eine Renaissance erlebt habe. Dies zeige sich unter anderem am hohen Interesse der Bürger an lokaler Berichterstattung in den Medien, der Resonanz auf die Angebote des Stadtmuseums oder der Freude an Mundartmusik.

Larue hob die identitätsstiftende Arbeit der brauchtumspflegenden Vereine hervor, die ein Gefühl von Geborgenheit und Verlässlichkeit vermitteln. „Der Zusammenhalt in den Vereinen gibt uns die innere Kraft, etwas für Andere zu tun und am Ende auch für uns selbst“, betonte Larue. Er dankte den ehrenamtlichen Kräften, die angetreten seien, die Heimat zu verschönern und denen, die sie in Rettungsdiensten, bei Feuerwehr und THW schützten. „Sind wir aber auch bereit, das Schöne unserer Heimat mit anderen zu teilen?, fragte Larue mit Blick auf die aktuelle Frage der Integration der Flüchtlinge. Seine Antwort: ein klares Ja. „Es ist unsere verdammte Schuldigkeit, Menschen in Not zu helfen.“

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