Hürtgenwald-Gey - Der Traum vom Leben ohne Rollstuhl - dank Delfintherapie

Der Traum vom Leben ohne Rollstuhl - dank Delfintherapie

Von: kin
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„Ohne Peter Borsdorff würde
„Ohne Peter Borsdorff würde ich heute nicht mehr leben”, sagt Nadine Pelzer aus Gey. Auch bei der Delfintherapie in Curacao hatte Nadine Pelzer aus Gey den „Läufer mit der Sammelbüchse” dabei - zumindest in Form einer Postkarte.

Hürtgenwald-Gey. „Ich kann mein linkes Bein fast sieben Zentimeter allein anheben. Das hätte mir doch keiner geglaubt.” Nadine Pelzer strahlt. Ihre Augen funkeln, die 24-jährige, die seit acht Jahren im Rollstuhl sitzt, sieht glücklich aus. Sehr glücklich sogar.

Vor acht Jahren ist Nadine Pelzer notfallmäßig an einem Bandscheibenvorfall operiert worden - seitdem sitzt sie im Rollstuhl. Nervenwurzeln sind bei der Operation abgestorben, seitdem leidet Nadine Pelzer unter einer äußerst seltenen Form von Dystonie.

Schon zwei Mal hat Nadine Pelzer auf Curacao eine Defintherapie gemacht, jetzt war sie wieder für zwei Wochen auf den Niederländischen Antillen. Peter Borsdorff hat mit seiner Aktin „Running for Kids” die Therapie möglich gemacht. „Für mich ist das ein Wunder”, sagt Peter Borsdorff. „Nadine ist heut ein ganz andere Frau als vor einem Jahr. Es ist toll.” Nadine sagt selbst, dass sie bei der Delfintherapie unglaublich viel Kraft getankt hat. „Ich habe wieder neuen Lebensmut”, sagt die tapfere Frau ganz ernst. „Ohne Peter Borsdorff und die vielen Leute, die für mich gespendet haben, würde ich heute nicht mehr leben. Da bin ich ganz sicher.”

Bei der Delfintherapie hat Nadine Pelzer aber auch große körperliche Fortschritte gemacht. Ihre Krämpfe und Spastiken sind fast völlig verschwunden, sie sitzt im Sport-Rollstuhl und kann eben ihr linkes Bein bewegen. Stolz und sichtlich bewegt zeigt sie einen Videofilm, auf dem zu sehen ist, wie sie mit Hilfe ihrer Therapeuten durchs Wasser läuft. „Jetzt weiß ich wieder, dass es sich lohnt zu kämpfen”, sagt Nadine. „Und ich mache auf jeden Fall weiter.”

Die Übungen, die sie auf Blue Curacao gelernt hat, macht sie auch in Gey jeden Tag. Regelmäßig will sie mit ihrem Vater ins Schwimmbad fahren, um zu trainieren. „An meinem Ziel hat sich nichts geändert”, sagt Nadine. „Ich will wieder laufen können.” Es ist der jungen Kämpferin auch wichtig, eine Aufgabe, vielleicht sogar eine Arbeit zu finden. „Ich kann mir vorstellen, mit behinderten Kindern zu arbeiten.”

Bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg. Im Augenblick kämpfen Nadine und ihre Eltern darum, dass die Krankenkasse die Finanzierung von Cannabistropfen für Nadines Therapie übernimmt. „Ich habe die Tropfen schon im Krankenhaus bekommen, und sie helfen wirklich. Ohne sind meine Beine nicht so beweglich.” Aber zu Hause muss ich sie selbst zahlen.” 1200 Euro kommen im Monat zusammen. „Wir wollen und müssen klagen”, so Nadine. „Und mein Professor hat mir auch seine Unterstützung zugesagt.”

Auch dabei wird Nadine ganz sicher aus ihrer Zeit bei den Delfinen Kraft und Mut schöpfen. Und ganz besonders oft an Delfin Matteo denken, mit dem sie immer zusammen gearbeitet hat. Das Tier ist zwei Tage nach Nadines Rückkehr nach Hause nach Gey gestorben.

Nadine Pelzer möchte unbedingt eine weitere Delfintherapie machen. „Meine Therapeuten auf Curacao und mein Professor haben mir ganz stark zugeraten.” Einen Termin für die Reise im Mai hat sie auch schon. Einen Rest des Geldes aus der Aktion von Peter Borsdorff hat sie auch noch. „Was fehlt, bekomme ich irgendwie zusammen.”
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