Düren - Der Strom nimmt im Krankenhaus neue Wege

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Der Strom nimmt im Krankenhaus neue Wege

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Vor ihnen liegt eine „Operati
Vor ihnen liegt eine „Operation am offenen Herzen”: Bernd Bolho (r.) und Hermann Schlösser von der technischen Abteilung des Krankenhauses Düren.

Düren. Der technische Leiter des Dürener Krankenhauses spricht von einer „großen installationstechnischen Herausforderung” - mit seinem Team startet Bernd Bolho am Montag in die finale Phase eines über einjährigen Prozesses: die Installation der neuen Niederspannungshauptverteilung.

Etliche Kilometer von dicken Kabeln liegen bereit, um künftig den Strom auf die Reise durch die Klinik zu schicken. Rund eine Million Euro und viel Arbeit musste das Krankenhaus investieren, weil die alte Hauptverteilung beschädigt ist und den heutigen Anforderungen nicht mehr entspricht.

„Die alte Niederspannungshauptverteilung hat nicht nur Schäden, sondern auch erhebliche Schwächen”, sagt Bernd Bolho. „Sie erfüllt nicht mehr die baurechtlichen Vorgaben und ist ungeeignet für den Einsatz von Blockheizkraftwerken.” Zu einer Erneuerung habe es deshalb keine Alternative gegeben, betont der technische Leiter.

In weiten Teilen der Klinik wird vom Umschalten auf die neue Niederspannungshauptverteilung niemand etwas mitbekommen. „Wenn wir den Hauptstrom für eine Abteilung abschalten, springt sofort die Notstromversorgung ein. Wenn dann das große Notstromaggregat ausfallen sollte, haben wir immer noch ein kleineres Aggregat, um die Versorgung aufrechtzuerhalten”, erklärt Bolho. Einzig für die beiden gynäkologischen Stationen 9 A und 11 C gilt das nicht. Sie sind nicht an das kleinere Ersatz-Notstromaggregat angeschlossen, haben also anders als der Rest der Klinik „keine Hosenträger zum Gürtel”, wie der technische Leiter es nennt.

Nur die Gynäkologie betroffen

Um alle Risiken auszuschließen, werden diese beiden Stationen deshalb jeweils für einen Tag geräumt. Das ist am kommenden Montag auf der 9 A der Fall, zwei Tage später auf der 11 C. Die Patientinnen, die dort stationär versorgt werden, werden dann vorübergehend auf die andere Station verlegt. Neue Patientinnen werden für diese Tage nicht einbestellt. „Vor uns liegt eine Operation am offenen Herzen”, sagt Bernd Bolho und weist darauf hin, dass „die gesamte technische Infrastruktur des Krankenhauses durch die Erneuerung einen gewaltigen Schub erhält”.
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