Der Rettung der Marienkapelle steht jetzt nichts mehr im Weg

Von: cus
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Ein neues Kreuz mit moderner Beleuchtung ziert jetzt die Fassade der Kapelle. Foto: Marcus Gieske

Simonskall. Das Dach eines historischen Bauwerkes in Simonskall bedarf dringend einer Sanierung, die mit der Summe von 40000 Euro zu Buche schlägt. Glücklicherweise standen engagierte Menschen zur Rettung der bedrohten Bausubstanz bereit und gründeten den „Arbeitskreis Marienkapelle”. Der unermüdliche Einsatz trug Früchte, das Geld ist beisammen.

Zunächst ließ die Hilfe von außen nicht lange auf sich warten: Das Bistum stellte 12.000 Euro in Aussicht, und die Gemeinde Hürtgenwald beteiligt sich mit der stolzen Summe von 17.000 Euro. Die hohe Spendenbereitschaft unterstützungswilliger Bürger und Gewerbetreibender nahm der verbleibenden Restsumme den größten Schrecken.

Dass zu Ehren einer Kapelle, die 75 Jahre lang allen Wirren der Zeit getrotzt hat und vielen Gläubigen ein Zufluchtsort war, eine Feier veranstaltet wird, mag als Selbstverständlichkeit betrachtet werden. Wenn aber ein umfangreiches Kapellenfest geplant und durchgeführt wird, um nicht nur ein Jubiläum zu begehen, sondern gleichzeitig die noch fehlenden finanziellen Mittel zu erwirtschaften, so ist das schon etwas Besonderes. In der Tat wurde es den Besuchern leicht gemacht, ihr Geld zu Gunsten der Kapelle in Simonskall zu lassen.

Sogar an einen Bus-Pendeldienst ab Vossenack war gedacht worden. Und so kamen die Gäste in großer Zahl und erwarben frisch gebackenes Brot aus dem Steinofen, selbst gemachten Käse, oder ließen es sich bei Kaffee und Kuchen in der Cafeteria gut gehen. Für musikalische Unterhaltung sorgten das Trommler- und Pfeifercorps Vossenack und die Volksmusikanten Vossenack.

Wer sich trotz der hohen Temperaturen vor körperlicher Aktivität nicht scheute, der konnte sich im Bogenschießen üben oder die historische Schießbude besuchen. Die Fotoausstellung „Alt Simonskall”, stilvoll im Innenhof der Burg, begeisterte die Festbesucher ausnahmslos. Geschichtliches Interesse konnte auch bei den Junkerhaus- und Sanitätsbunker-Führungen befriedigt werden.

Die Kapelle wird durch ein neues, drei Meter hohes Kreuz verziert und erstrahlt mittels LED-Beleuchtung in einem neuen Licht. Ermöglicht wurde diese Errungenschaft durch drei Sponsoren.

Ebenfalls frisch zum Fest konnten die Besucher ein neues Hinweisschild bewundern, das von Hubert Breidenich aus Vossenack angefertigt und gestiftet wurde. Der schöne Wegweiser aus massiver Eiche lässt zukünftig keinen Zweifel mehr daran aufkommen ob man sich auf dem richtigen Weg zur Kapelle befindet.

Nachdem sich das Kapellenfest seinem Ende zuneigte, zeichnete sich für Berthold Rüttgers, Sprecher des Arbeitskreises Marienkapelle und seine Mitstreiter deutlich ab, dass sich Hartnäckigkeit und Arbeitseinsatz gelohnt haben. Mit Freude konnte man zur Kenntnis nehmen, dass alle im Budget noch vorhandenen Löcher gestopft sind.

Kommenden Jubiläen kann nun gelassen entgegen gesehen werden, das geschichtsträchtige Gemäuer wird weiterhin erhalten bleiben. Der „Arbeitskreis Marienkapelle” hat sein Ziel erreicht und kann auf die nächsten 75 Jahre anstoßen.
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