Düren - Der neue Ausweissystem hat noch ein paar Macken

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Der neue Ausweissystem hat noch ein paar Macken

Von: Dietmar Engels
Letzte Aktualisierung:
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Als einer der Ersten in Düren hat Stadtkämmerer Harald Sievers einen neuen Personalausweis bekommen. Auf Anhieb funktionierte das Einlesen der Daten nicht so ganz. Foto: Dietmar Engels

Düren. Das ist wohl der berühmt-berüchtigte Vorführeffekt gewesen. Der Versuch die Daten auf dem neuen Personalausweis von Stadtkämmerer Harald Sievers einzulesen gelang am Dienstag nur teilweise.

Immerhin: Foto und Unterschrift erschienen auf dem Computermonnitor. Sonst aber nichts.

Hand-Jörg Feltes, als Leiter des städtischen Bürgerbüros auch für das Pass- und Ausweiswesen zuständig, war nicht weiter überrascht: „Das neue System hat noch ein paar Macken. Die Software läuft nicht rund. Überall gibt es Probleme damit.” Feltes selbst, der so ziemlich als Erster in Düren einen neuen „Perso” beantragte, hat seinen noch nicht bekommen. „Nach welcher Reihenfolge die Anträge bei der Bundesdruckerei bearbeitet werden, ist mir ein Rätsel,” wundert sich der städtische Bedienstete.

Dass im November nur 637 Ausweise beantragt wurden, führt Feltes unter anderem auf eine „gewisse Verunsicherung” bei der Bevölkerung zurück. Fast ausschließlich negative Meldungen hätten die Einführung begleitet. In einem „normalen” Monat kommen rund 1000 Dürenerinnen und Dürener ins Bürgerbüro, um einen neuen Personalausweis zu beantragen. Im Oktober - also im letzten Monat vor Einführung der neuen Identifizierungskarte schnellte die Zahl auf 1551 hoch: Auch wegen der hohen Kosten für den neuen „Perso” (28 Euro statt bis dahin 8 Euro) habe es eine erhöhte Nachfrage noch dem „alten” Ausweis gegeben.

Der neue Ausweis beschert den damit beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern viel Arbeit: Rund 15 Minuten dauere das Prozedere - drei Mal so lange wie bisher. Und selbst die Ausgabe nimmt mehr Zeit in Spruch: Die jeweilige Person muss die auf dem Chip in der Ausweiskarte gespeicherten Daten bestätigen. Bei dieser Gelegenheit kann auch die eingebaute Online-Ausweisfunktion (für die Identifikation im Internet) abgeschaltet werden. Feltes: „Von dieser Möglichkeit machen rund 50 Prozent aller hier her kommenden Menschen Gebrauch.”

Auf dem neuen Ausweis können auch Fingerabdrücke gespeichert werden. Es steht jedem frei, von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen. Die Finger macht man sich übrigens nicht schmutzig: Die Abdrücke werden von einem kleinen Scanner eingelesen.

Beruhigend: Selbst wer seinen neuen Ausweis verliert, muss nicht befürchten, dass dunkle Elemente ihn missbrauchen können. Zu Einlesen der Daten ist eine so genannte Persönliche Identifikations-Nummer (PIN) erforderlich. Die sollte man auf keinen Fall aufschreiben und mit sich herumtragen. Im Dürener Bürgerbüro sind für das Antragsverfahren wegen des größeren Aufwandes zwei spezielle Schalter (Nummer 10 und 11) eingerichtet worden. Wer den neuen „Perso” für Geschäfte im Internet verwenden will, braucht ein Lesegerät, das an den Computer angeschlossen wird. Sicher sind nur die Lesegeräte, die eine eigene Tastatur haben.
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