Düren - Der GFC Düren ist gerettet. Finanziell.

Der GFC Düren ist gerettet. Finanziell.

Von: Ingo Latotzki
Letzte Aktualisierung:

Düren. Der GFC Düren ist gerettet. Die Gläubiger stimmten am Donnerstag vor dem Amtsgericht in Aachen dem Insolvenzplan zu.

Die insgesamt 22 Gläubiger verzichten auf mehr als 90 Prozent ihrer Forderungen. Es geht zusammen um rund 300.000 Euro. Insolvenzverwalter Helmut Irmen: „Letztlich erhalten die Gläubiger eine Quote von 8,39 Prozent, also etwa 28.000 Euro.”

Der heutige Fußball-Landesligist, der zum Zeitpunkt der Insolvenz noch in der Mittelrheinliga spielte, hat damit die Chance, künftig mit der SG Düren 99 zu fusionieren. Ein Zusammenschluss steht seit langem im Raum und wird von Insolvenzverwalter Irmen auch aus finanziellen Erwägungen begrüßt. Einer Fusion müssen die Mitglieder beider Klubs zustimmen.

Auch GFC-Chef Henner Schmidt gab sich erleichtert. „Mir ist eine ganze Steinlawine vom Herzen gefallen.” Der Verein erhalte die Gemeinnützigkeit zurück und sei „fit für die Zukunft”. Bis zum 15. April sollte die Fusion am Besten über die Bühne sein, weil bis dahin die Fußballmannschaften für die neue Saison beim verband gemeldet sein müssen. Insolvenzverwalter Helmut Irmen betonte gegenüber den „DN”, dass vor allem der ehemalige GFC-Chef Roland Mader mit seiner Sportmarketing-Agentur Amedia auf eine größere Summe Geld verzichtet habe.

Mader hatte den GFC vor mehr als zehn Jahren mit aus einer auch damals bestehenden Finanzmisere geholfen. Sein Traum war es immer, Düren zu einer Fußballstadt zu entwickeln, die in einer hochklassigen Liga mit eigenem modernen Stadion spielt. Dieser Traum hat sich zwischenzeitlich zerschlagen. Inwieweit die Westkampfbahn, auf der die 99er heute spielen, saniert und zu einer modernen Spielstätte umgebaut werden, steht in den Sternen.

Bis zum Sommer 2011 hat der GFC Düren einen Finanzplan aufgestellt. Die Spieler des Landesliga-Kaders erhalten nach wie vor Geld, freilich in abgespeckter Form. Die Prämien bewegen sich laut GFC-Präsident Schmidt im Minijob-Bereich, liegen also durchschnittlich bei rund 400 Euro.
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