Düren - Der erste Investor prüft vor Ort die Elino-Bücher

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Der erste Investor prüft vor Ort die Elino-Bücher

Von: bugi
Letzte Aktualisierung:

Düren. Das „gute Bauchgefühl” hatte Dr. Christian Kettler vom Insolvenzverwalter Görge Scheid schon einen Tag vor Heiligabend. Aus dem guten Bauchgefühl ist nun über Weihnachten ein bisschen mehr geworden.

Für den von der Insolvenz bedrohten Dürener Industrie-Ofenbauer Elino - dort stehen knapp 140 Arbeitsplätze auf dem Spiel - gibt es einen Investor, der laut Kettler „gut ins Portfolio passt”. Genau genommen sind es sogar zwei bis drei Interessenten. Aber einer ist offenbar ernsthaft interessiert.

„Ein Investor wird sich jetzt die betriebswirtschaftlichen Unterlagen zeigen lassen. Die Prüfer sind auch schon in Düren vor Ort und haben von uns Zugang zu allen Daten erhalten”, so Kettler. Wie die Prüfung ausgehen wird, kann Kettler natürlich nicht vorhersagen.

Immerhin muss der Interessent schon mehrere Millionen Euro auf den Tisch legen, um das finanziell eigentlich gesunde Unternehmen wieder flott zu machen. Das Mutterunternehmen von Elino, die Eliog kelvitherm, befindet sich bereits in der Insolvenz. Das Herauslösen aus dem Konzern ist nicht ganz einfach.

Die Elino-Geschäftsanteile im Wert von rund sieben Millionen Euro sind bei der baden-württembergischen Landesbank verpfändet. Die hat naturgemäß ein besonderes Interesse daran, dass Elino nicht in die Insolvenz rutscht. Kettler: „Wenn ein konkreter Investor kommt und ein Angebot auf den Tisch legt, dann wird auch die Landesbank großes Interesse an einer Lösung haben.”

Soll heißen: Auf einen Teil der sieben Millionen Euro wird die Landesbank wohl verzichten müssen. Zumal der zusätzliche Bedarf an liquiden Mitteln für Elino auf weitere rund 3,5 Millionen Euro geschätzt wird. Wie lange die Prüfung der Geschäftsbücher durch den potenziellen Investor dauert, war am Montag unklar.

Der Zeitdruck dürfte allerdings hoch sein. „Wir brauchen eine Entscheidung noch im Januar”, so Dr. Christian Kettler. „Ansonsten droht uns die Insolvenz.”
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