Wollersheim - Der Dorfladen wird per Kran zusammengesetzt

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Der Dorfladen wird per Kran zusammengesetzt

Von: Bruno Elberfeld
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Der Dorfladen in Wollersheim wird Realität: Am Montag wurde der Container aus vier Einzelteilen zusammengesetzt.

Wollersheim. „Was lange währt, wird endlich gut.“ Diesen Spruch hatten am Montagmorgen viele Wollersheimer Zaungäste auf den Lippen, als eine Bonner Firma die vier Container aufstellte, in denen der Dorfladen Wollersheim sein Zuhause finden wird.

In kürzester Zeit setzte der Kran vier Teile à 15 Quadratmeter nebeneinander, so dass in Kürze mit dem Einrichten des Geschäftes begonnen werden kann. 9500 kostete der Container die Verantwortlichen inklusive Anfahrt und Aufbau. Die Arbeiten vor Ort war klar verteilt. Männer pflasterten, noch während die Bauteile aufgestellt wurden, den Parkplatz. Frauen sorgten für den wärmenden Kaffee. Das Baumaterial für den Parkplatz stellte eine Firma, die in unmittelbarer Nachbarschaft des Dorfladens liegt, kostenlos.

Schon vor 15 Jahren, so erzählte der ehemalige Vorsitzende der Dorfgemeinschaft, Albert Grein, sei die Idee eines Dorfladens geboren worden. Intensiv bemühten sich die aktuellen Vorsitzenden des Wollersheimer Vereins und die „Dorfladen Wollersheim UG“ seit zwei Jahren um die Verwirklichung des Projekts.

Sieben Grundstücke, unter ihnen auch Häuser, sind im Laufe der Jahren in die engere Wahl gekommen. Doch schließlich einigte man sich mit der Stadt Nideggen auf die „Blumeninsel“ am Anfang des Dorfes, die Anwohner seit langen Jahren liebevoll pflegen. Die Stadt überlässt der „Dorfladen Wollersheim UG“ das Grundstück für einen Euro pro Jahr.

Die beiden Geschäftsführer der „Dorfladen Wollersheim UG“, die beim Aufstellen anwesend waren, Paul Garagnon und Karl-Heinz Latz, sehen die Zukunft des Dorfladens positiv. „Heute erfüllt sich ein lang gehegter Wunsch vieler Bürger“, sagte Garagnon voller Stolz.„Der Dorfladen ist im Rohbau da.“ Ob ein Richtfest gefeiert werde? „Nein, wir feiern am 5. April“, versprach Latz, „wenn der Laden eingerichtet und fertig ist.“

Regionale Produkte

Im Laden werden vorzugsweise regionale Produkte angeboten. Ein Metzger aus Vossenack ist für die Produkte rund um Fleisch- und Wurstwaren verantwortlich. Eine Bäckerei aus Nideggen liefert Backwaren. „In unserem Dorfladen bekommen Sie Obst und Gemüse und alle anderen Produkte frisch“, verkündete Magdalena Prinz-Valter, die zweite Vorsitzende der Dorfgemeinschaft.

Die Dorfgemeinschaft ist im Übrigen auch Hauptgesellschafter des Dorfladens. Finanziert wird der Laden durch Genossenschaftler, die Anteilscheine von 200 und mehr Euro gekauft haben. Zurzeit sind es 84 Anteilseigner. Man hofft, dass sich in Zukunft noch mehr Leute bereit erklären, Anteile zu erwerben.

Im Laden verkaufen werden zu Beginn Ehrenamtler. Sollte der Laden sich tragen, werden Teilzeitkräfte eingestellt. „Übrigens, bevor ich das vergesse“, erinnerte Magdalena Prinz-Valter: „In unserem Laden darf, kann und sollte jeder kaufen.“

Alexander Sobotta, Leader-Management Eifel, erinnerte daran, dass Leader vor zweieinhalb Jahren in Kooperation mit dem Kreis Düren für den Dorfladen eine Machbarkeitsstudie erstellt hat. Aus der Studie wurde am Montag endlich Realität.

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