Düren-Lendersdorf - Der Chor „Convoice“ gibt im St.-Augustinus-Hospiz ein Benefizkonzert

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Der Chor „Convoice“ gibt im St.-Augustinus-Hospiz ein Benefizkonzert

Von: Jana Peterhoff
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Der Chor „Convoice“ mit Dirigentin Sabine Gerigk-Drees im Krankenhaus St. Augustinus.

Düren-Lendersdorf. Eine Stunde, 14 Songs, 60 Stimmen, 100 Zuhörer. Das Benefizkonzert im Hospiz des St.-Augustinus-Krankenhauses in Lendersdorf war ein schönes Hörerlebnis. Für die Sänger mit Dirigentin Sabine Gerigk-Drees und den Pianisten Walter Drees, aber auch für das Publikum, bestehend aus Hospiz-Bewohner und deren Angehörigen und Freunden.

Der Chor der Musikschule Kreuzau „Convoice“ ist kein unbekannter Gast. Zum dritten Mal durfte er die Räume der dritten Etage mit stimmungsvoller Musik und Gesang erfüllen. Vierzehn englische Titel und viel Fröhlichkeit brachten die Sänger aus Kreuzau mit.

Das stationäre Hospiz des Krankenhauses in Lendersdorf bietet dreizehn Plätze für schwerstkranke Menschen an. Die Konzerte hier sind keine Ausnahme. Sie finden aus verschiedenen Gründen statt.

An erster Stelle steht der Wunsch der Hospizmitarbeiter, den Bewohnern und deren Angehörigen während einer so schweren Zeit Zugang zu Kultur, zu schönen Erfahrungen und Erlebnissen zu ermöglichen. Die Konzerte tragen zu einer guten Atmosphäre bei. Sie werden von den kranken Menschen mit Freude erwartet und sie genießen diese Stunden. Auf den Fluren, auf den Balkonen oder im Saal.

„Mit der Musik kommen oft Erinnerungen an die schönen Augenblicke im Leben eines jeden zum Vorschein“, weiß Diplom-Sozialarbeiterin Ute Nebel. Deshalb steckt auch sie, zusammen mit ihren Kollegen, ihre Energie gerne in die Organisation von Veranstaltungen, um möglichst oft für positive Erlebnisse für die Gäste der Einrichtung zu sorgen.

Im Jahr finden zehn bis zwölf Konzerte, viele Vernissagen und Lesungen statt. „Einige können nicht kommen, aber die Zimmertüren bleiben geöffnet, damit die Musik auch zu ihnen durchdringen kann“, erklärt Ute Nebel.

Im Hospiz leben Menschen, die ihre letzten Tage hier verbringen. Diese sollen sie in Würde leben und bis zum letzten Moment möglichst unabhängig bleiben. Der gemischte Chor trägt mit seinem Benefiz-Konzert zu dieser gelebten Idee bei.

Gegründet wurde er 2005. Eine Chor-Teilnehmerin, die hier gestorben ist, hatte den Chor auf das Hospiz aufmerksam gemacht. Ihre Kollegen gaben damals zwei Konzerte und so sei der Kontakt zum Lendersdorfer Krankenhaus entstanden. Die Sänger aus Kreuzau sind Laien und singen mit einer Leidenschaft, die ansteckt. Zum Proben treffen sie sich jeden Mittwoch. Gesungen wird meistens auf Englisch. Gospel, Musical und Pop sind die beliebtesten Genres.

Das nächste Konzert von „Convoice“ findet im November in der Pfarrkirche St. Johannes in Gürzenich statt. Applaus und Zugaben-Rufe waren die Belohnung, die die 60 singenden Frauen und Männer entgegennahmen. So ein großer Chor war hier selten zu Gast, freuten sich das Personal, die Bewohner und Gäste.

 

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