Nideggen - Der Burg Nideggen zu neuer Bedeutung verholfen

Der Burg Nideggen zu neuer Bedeutung verholfen

Von: avl
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Landrat Wolfgang Spelthahn (2.v.r.) und die Kulturausschussvorsitzende Käthe Rolfink (3.v.r.) dankten Museumsdirektorin Luzia Schlösser (rechts) für ihre Arbeit. Foto: van Londen

Nideggen. Es war kein Zufall, dass Landrat Wolfgang Spelthahn, gemeinsam mit der Museumsdirektorin Luzia Schlösser zum Neujahrsempfang auf die Burg Nideggen geladen hatte. Zum 30-jährigen Bestehen des Burgenmuseums, übernimmt der Kreis Düren zum 1. Januar die Trägerschaft und löst damit den Landschaftsverband Rheinland ab.

Der festlich geschmückte Bergfried der mittelalterlichen Burg, der in diesem Jahr sein 800 jähriges Bestehen begeht, konnte die vielen geladenen Gäste - Politiker, Freunde und Förderer der Burg und des Museums, ehrenamtliche Helfer und andere Bürger - noch gerade unterbringen.

„Für die Burg Nideggen und das Burgenmuseum ist Luzia Schlösser und ihr Team ein echter Glücksgriff”, begrüßte Landrat Wolfgang Spelthahn als erster Redner die Ehrengäste.

„Trotz knapper Kassen hat sie die richtigen Akzente gesetzt. Die ausgewerteten Zahlen unterstreichen dies eindrucksvoll. Unter ihrer Ägide konnten wir im letzten Jahr 27.000 Besucher im Museum verzeichnen.

Alle politischen Kräfte haben in dieser Angelegenheit an einem Strang gezogen und es ermöglicht, dass der Kreis die Trägerschaft des Burgenmuseums übernehmen konnte”, so der Landrat weiter.

Ein chronologischer Abriss verdeutlichte, dass nach der Wiedereröffnung des Museums 1979 und dem anschließenden Rekordjahr 1980 (40.000 Besucher) die Besucherzahlen dramatisch wegbrachen.

Ein neues Konzept musste her und damit auch eine neue, innovative Führungskraft. 2003 begann dann Luzia Schlösser ihre fruchtbare und erfolgreiche Arbeit im Burgenmuseum.

Das 1. Museum auf der Burg wurde 1925, anlässlich der 1000-Jahrfeier der Rheinlande eröffnet und als Heimatmuseum genutzt. Zuvor besuchte der deutsche Kaiser Wilhelm II. 1906 die mittelalterliche Stadt und bescherte ihr ein Gnadengeschenk, um das man ihn gebeten hatte.

Stolze 15.000 Mark war es dem Kaiser wert, dass einer seiner Vorfahren aus dem Hause Jülich stammte. 1944 wurde die Burg durch massive Kampfhandlungen während des Zweiten Weltkrieges zerstört.

Das Konzept für 2009 soll die vielen bisherigen positiven Akzente weiter ausbauen. So bietet das Museum ein Programm mit Literaturveranstaltungen, geführten Themenwanderungen, Ausstellungen, Konzerten sowie die immer beliebter werdenden Themen-Kindergeburtstage und die Burgfäulein-, Kräuterhexen- und Ritterfeste.

Die Kulturausschussvorsitzende des Kreises Düren, Katharina Rolfink, attestierte dem Konzept einen beachtenswerten Erfolg - kulturell, wie auch touristisch. Rolfink dankte Landrat Spelthahn für sein Engagement und bei Museumsleiterin Schlösser: „Das Burgenmuseum macht einfach Lust, das Mittelalter zu entdecken.” Die so geehrte Museumsdirektorin, gab das viele Lob an ihren Mitarbeiterkreis weiter.

Passend zum Festakt, gestaltete Musikgruppe „Consortium Piae” mit mittelalterlichen Flötenklängen das kulturelle Rahmen-programm.
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