„Der Arbeitslose”: Schon 300 Premierenplätze vergeben

Von: Sandra Kinkel
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Arbeitsprobe im Haus der Stadt
Arbeitsprobe im Haus der Stadt in Düren: Zum 20-jährigen Jubiläum des Theaters gibt es wieder eine Eigenproduktion an der Rur: „Ernas Erben” präsentieren „Der Arbeitslose” von Erna Schiefenbusch. Foto: Sandra Kinkel

Düren. „Alle, die bei dieser Produktion mitmachen, sind wichtig, und deswegen bin ich sehr froh, dass Sie alle auch heute hier sind.” Adam Kempinski ist der Vorsitzende der Erna-Schiefenbusch-Gesellschaft, dem Freundeskreis des Dürener Theaters, und ein sehr rühriger Mann.

Noch gut zwei Wochen, dann gibt es im Dürener Haus der Stadt wieder einmal eine Eigenproduktion. „Der Arbeitslose - Gibt es eine Gesellschaft auf dem sinkenden Schiff”, heißt das Stück, das die ehemalige Dürener Theaterintendantin Erna Schiefenbusch vor genau 70 Jahren geschrieben hat.

„Ernas Erben” nennt sich die neue Theatergruppe unter der Leitung von Theaterpädagogin Marion Kaeseler, die dem alten Stück mit aktuellem Inhalt Leben einhauchen will. „Dieses Stück”, sagt Adam Kempinski, „ist das Werk von ganz vielen Dürenerinnen und Dürenern”. Die Schauspieler sind aus Düren, die Umsetzung des Bühnenbildes ist nur möglich geworden, weil so viele Menschen von der Jobcom und von Low-Tec mitgemacht haben.

Das ist natürlich auch deswegen passend, weil das Theaterstück die Problematik Arbeitslosigkeit thematisiert, die auch den Jugendlichen von Low-Tec und Jobcom bekannt ist. „Dieses Stück”, sagt Adam Kempinski, „ist ein Stück Kontinuität Dürens und ein Stück Kontinuität des Lebens.”

Das sieht Bürgermeister Paul Larue ganz ähnlich. „Es ist auch ein gutes Zeichen, dass die Welturaufführung von Der Arbeitslose am 16. November aufgeführt wird.” Am 16. November 1944, so Larue, sei bei dem schrecklichen Angriff auf Düren auch das Theater völlig zerstört worden. „Und Erna Schiefenbusch ist bei einem Angriff auf Köln ums Leben gekommen. Trotzdem lebt ihr Werk in Düren, wo sie Theaterintendantin war, weiter.”

Die Aufführung wird ganz sicher spannend, davon konnten sich die Verantwortlichen bei einer kurzen Arbeitsprobe jetzt schon überzeugen. Und auch das Bühnenbild, das deutliche Züge eine Schiffes erkennen lässt, verspricht viel Interessantes. „Die Zuschauer können wirklich gespannt sein”, so Adam Kempinski. „Und eigentlich darf keiner unsere Aufführung verpassen. Das denken wohl viele -schon jetzt sind für die Premiere über 300 Plätze vergeben.

Aufführungen in Düren und im polnischen Kattowitz

Premiere von „Der Arbeitslose - Gibt es eine Gemeinschaft auf einem untergehenden Schiff” ist am Mittwoch, 16. November, um 20 Uhr im Haus der Stadt.

Eine weitere Aufführung wird es am Mittwoch, 30. November, ebenfalls um 20 Uhr geben. Darüber hinaus ist auch eine Vorstellung am Schlesischen Theater in Kattowitz geplant, das zu den berühmtesten Bühnen Polens zählt. Die Intendantin aus Kattowitz wird auch zur Premiere in Düren erwartet.

Die Eintrittskarten für beide Aufführungen von „Der Arbeitslose” kosten zwischen 15,40 und 21,45 Euro. Sie sind an der Theaterkasse im Haus der Stadt, Stefan-Schwer-Straße 4, Tel. 02421/25 1317 sowie im Bürgerbüro am Markt, Tel. 02421/25 2525 erhältlich.
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