Kreuzau - Den Stockheimern ist das Wir-Gefühl wichtig

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Den Stockheimern ist das Wir-Gefühl wichtig

Von: Margret Vallot
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Das Stockheimer Wahrzeichen is
Das Stockheimer Wahrzeichen ist diese Eiche, im Volksmund „Marieneiche” oder „Decke Boom” genannt. Diesen und andere markante Punkte im Ort will die neue Interessengemenschaft pflegen. Foto: Margret Vallot

Kreuzau. Dass es einen Bedarf gibt, davon waren Jürgen Laufenberg und seine Mitstreiter in Stockheim ausgegangen. Dass der Bedarf allerdings so groß sein würde, „haben wir nicht gewusst”. Laufenberg ist Vorsitzender von STIG, dem Verein „Stockheimer Interessengemeinschaft”, der erst im Mai gegründet wurde.

Zu immer neuen Veranstaltungen und Treffen lädt die STIG ein und verzeichnet Zulauf. Jetzt startet man ein Mehrgenerationenprojekt.

Stockheim ist ein Dorf mit 2600 Einwohnern, es hat keine einzige Kneipe mehr. Es gibt ein Lädchen, wo man das Nötigste kaufen kann, einen Bäcker und ein Gewerbegebiet, das nach dem Wegzug eines großen Baumarktes ein Problem hat. Aber Stockheim hat engagierte Bürgerinnen und Bürger, die eines Tages etwas für den Zusammenhalt der Menschen im Dorf tun wollten. Ehrenamtlich.

Für Jürgen Laufenberg war es der Moment, als er sich klarmachte, dass nun in Stockheim „sogar die Kirmes tot war”. Die Kirmes wurde kürzlich nach einer langen Pause erstmals wieder gefeiert und war mit ihrem Kinder-Malwettbewerb ein Riesenerfolg.

Zur Gründung von STIG kamen statt der erwarteten 50 etwa 150 Personen. „Unser Verein hatte auf einen Schlag 130 Mitglieder”, erzählt Laufenberg vergnügt. Es gebe eben doch noch „Leute, die das dörfliche Zusammenleben wertvoll finden”. In den Vorstand wurden bewusst Menschen „aus allen Ecken des Dorfes”, wie Laufenberg sagt, aufgenommen. Man arbeitet mit zehn Beisitzern, darunter auch solche, die im Neubaugebiet Marieneiche bisher nur ein Grundstück gekauft haben. Die erwarteten 300 Neubürger von Marieneiche möchte man nämlich gern ins Dorfleben integrieren.

Bei STIG arbeitet jeder da, wo es ihm passt. Laufenberg ist überrascht, nicht nur von der Zahl der Ehrenamtler, sondern auch von den Ideen, die entwickelt werden. Ein Potenzial, das offenbar brach lag. Bestens unterstützt fühlt sich der Verein von der Gemeinde: „Wir machen die Arbeit, und die helfen uns bei Werkzeug und Material.” So hat man Richtung Drover Heide eine Sitzgruppe angelegt und Paten zur Pflege gefunden. Der Ortseingang wurde gesäubert und geschmückt. An der Kirche wird es demnächst ein Lichterfest geben, einen Weihnachtsbaum mitsamt Krippe und Bläserkonzert sowieso. Für eine Kinderbücherei sammelt man derzeit via Internet Bücher und Spiele. Als Versammlungsort stehen Pfarrheim und Alte Kirche zur Verfügung.

Im Pfarrheim gibt es ab sofort ein monatliches „Erzähl-Café”. Zum ersten Treffen dieser Art kamen knapp 40 Personen zwischen 3 und 83 Jahren. Alleine die Anregungen aus den Gesprächen an diesem Nachmittag „reichen aus um den Programmkalender für das nächste Jahr zu gestalten.”

„STIG-Aktionstag” am kommenden Samstag

Das nächste Erzähl-Café findet am Samstag, 3.November, um 15 Uhr im Pfarrhaus statt.

Um weitere Dorfverschönerungs-Aktionen durchzuführen, findet am Samstag, 27. Oktober, der erste „STIG-Aktionstag” statt. Man trifft sich um 10 Uhr am Parkplatz an der Kirche und startet von dort aus zu den Baustellen im Ort. Wer kann, sollte Schaufel, Besen, Rechen und andere Geräte mitbringen. Wer mitmacht, kann sich per Mail anmelden unter juergen.laufenberg@stigev.de

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