Den Regen mit Trompete und Piano weggezaubert

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Die niederländische Boogie-Woogie-Pianistin Anke Angel sorgte mit ihren Musikern für ausgelassene Stimmung. Kein Wunder: Sie gilt als einer der besten Jazzpianistinnen Europas.

Düren. „Nein, es regnet nicht.” Terrence Ngassa musste ob seiner doch recht gewagten Aussage leicht schmunzeln. Denn als er diesen Satz als kleine Zwischennote in Louis Armstrongs „What a wonderful World” einbaute, da prasselte es richtig auf das Blechdach von Halle 2 auf dem Gelände des Dürener Service-Betriebs (DSB).

Gut möglich, dass einem Teil der 1800 Zuschauer bei den Dürener Jazztagen am Mittwoch gar nicht aufgefallen war, dass der Regen wieder eingesetzt hatte. Zu sehr waren sie fasziniert von dem Sänger und Trompeter aus Kamerun und seinem Mit-Musiker Dominic Quayes aus Ghana.

Mit entrücktem Blick, einem Lächeln auf den Lippen und leichtem Kopfnicken folgte das Publikum den beiden Afrikanern bei der DSB-Veranstaltung Startbahn Jazz, die traditionell den Auftakt der großen Konzerte bei den Jazztagen markiert. Ebenso traditionell: der Regen. Doch den zauberten Ngassa und Quayes einfach weg. Der Applaus war dem Duo sicher. Auch, weil Ngassas tiefe rauchige Stimme und sein Trompetenspiel auf angenehme Weise sehr an Armstrong erinnerten. „Das war eine schöne Stimmung”, berichtete Terrence Ngassa nach dem Auftritt. „Sogar noch besser als 2005.” Damals war er schon einmal bei der Startbahn Jazz dabei. „Da hat es auch geregnet”, erinnerte er sich.

War Ngassa noch für die getragenen Melodien zuständig, wurde es mit der niederländischen Top-Pianistin Anke Angel richtig schmissig. Boogie-Woogie und Blues standen auf dem Programm und gemeinsam mit ihrem Drummer, Bassisten und Saxofonisten heizte die Niederländerin dem Publikum richtig ein - und flirtete natürlich auch mit den vielen Besuchern.

DSB-Chef Richard Müllejans hatte sich vor der Veranstaltung mit dem Gedanken getragen, die Halle noch um ein Zelt zu erweitern. Denn wie erwartet war der Andrang der Jazz-Fans groß. „Das Zelt hätte für einen Abend 3600 Euro gekostet. Das hat uns abgeschreckt”, berichtete er.
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