Düren - Demografischer Wandel: CDU und SPD auf einer Wellenlänge

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Demografischer Wandel: CDU und SPD auf einer Wellenlänge

Von: inla
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Blick auf die dicht bevölkerte Wirtelstraße an einem verkaufsoffenen Sonntag. Wenn die Prognosen des Statistischen Landesamtes stimmen, gibt es bis 2030 knapp vier Prozent weniger Einwohner in Düren. Foto: Ingo Latotzki

Düren. Auch die Dürener CDU betrachtet den demografischen Wandel als „eine große Herausforderung“. Parteichef Thomas Floßdorf ist deshalb dafür, im Rathaus eine Kraft mit dem Thema zu betrauen. Einen ähnlichen Vorschlag hatte am Mittwoch die Dürener SPD gemacht, die einen Demografie-Beauftragten gefordert hatte.

Die CDU kann sich wie die Sozialdemokraten damit anfreunden, den Posten aus der Verwaltung heraus zu besetzen – also keine neue Stelle zu schaffen. Eine Kraft könnte sich stundenweise mit den Veränderungen in der Gesellschaft und ihren Auswirkungen auf Düren befassen.

CDU-Chef Thomas Floßdorf wehrte sich am Donnerstag gegenüber den „DN“ aber gegen „Behauptungen, wir hätten das Thema bisher nicht auf dem Schirm gehabt“. Der Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses nannte die Sozialraumanalyse, die derzeit aktualisiert wird.

In der Ausarbeitung sind unter anderem die Stadtteile und ihre künftige Entwicklung unter demografischen Aspekten untersucht worden. Zudem wies Floßdorf darauf hin, dass es in Düren ein Mehrgenerationenhaus gibt. Im Nordpark seien Spielgeräte für alle Altersklassen installiert worden, ähnliche Pläne gibt es für den Holzbendenpark, der zu einem generationenübergreifenden Raum werden soll. Floßdorf nannte außerdem den CDU-Arbeitskreis „Dialog der Generationen“.

Wichtig sei, dass die zu schaffende Stelle nicht ausschließlich eine Kontrollfunktion habe und lediglich schaue, ob politische Beschlüsse oder Verwaltungshandeln generationengerecht seien. „Wir brauchen im Rathaus jemanden, der Impulse gibt.“

Entscheidung liegt beim Rat

Der Christdemokrat erneuerte seine Forderung, den Jugendhilfeausschuss (JHA) um die Bezeichnung „Generationen“ zu erweitern. Das Thema sei „im JHA gut verortet", weil der Ausschuss sich längst mit dem demografischen Wandel beschäftige.

Offenbar gibt es in weiten Teilen eine inhaltliche Übereinstimmung zwischen SPD und CDU. Mit dem Thema wird sich demnächst ein Fachausschuss beschäftigen. Die Entscheidung trifft letztlich der Stadtrat.

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