Reykjavik/Inden - Demo: Jugendliche reisen nach Reykjavik

Demo: Jugendliche reisen nach Reykjavik

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Reykjavik/Inden. 30 Jugendliche aus Inden und Langerwehe demonstrierten gemeinsam mit 30 Jugendlichen aus Island und zahlreichen Passanten in der Innenstadt Reykjaviks gegen Mobbing und für Respekt.

Sie setzten ein lautstarkes und sichtbares Zeichen für Respekt und gegen Ausgrenzung. Sie verteilten selbsterstellte Postkarten zum Thema Respekt, T-Shirts und selbst gemachte Bonbons unter dem Motto „Respekt ist eine süße Sache”.

Die Jugendlichen verkauften Armbänder mit der Aufschrift „Respect” und trugen ein aus Pappmaschee geformtes Schiff, das sogenannte „friend ship” durch die Straßen der isländischen Hauptstadt.

Viele Passanten und auch viele der Geschäftsleute schauten der Gruppe bei ihrem lautstarken Protest zu, machten viele Fotos, und manche Passanten demonstrierten Verbundenheit mit den Jugendlichen, indem sie sich der Gruppe anschlossen.

Begleitet wurde der Zug von der Bischöfin der Evangelisch-lutherischen Staatskirche Islands, die mit den demonstrierenden Jugendlichen zum Abschluss vor dem Parlamentsgebäude Islands ein Gebet sprach. Nach einem eigens für diese Demonstration geschriebenem Lied ließen die Jugendlichen 150 heliumgefüllte Ballons mit Postkarten in den blauen Abendhimmel Reykjaviks steigen.

Am 13. Juli waren die 30 Jugendlichen der Evangelischen Kirchengemeinde Inden-Langerwehe nach Reykjavik aufgebrochen, um dort mit ihren isländischen Partnern AESKR zehn Tage zum Thema „Jugend gegen Mobbing - eine Menschenrechtskampagne gegen Diskriminierung und Ausgrenzung” zu arbeiten. Diese Jugendbildungsreise ist der Gegenbesuch der deutschen Gruppe, die im Sommer 2011 die isländischen Jugendlichen in Langerwehe begrüßt hatte.

Die Jugendlichen beider Länder beschäftigten sich in verschiedenen Arbeitseinheiten unter anderem damit, welche Menschenrechte durch Mobbing bei uns verletzt und somit „außer Kraft gesetzt” werden. Neben dem Teilen persönlicher Erfahrungen, die deutlich machen, wie sich die Opfer von Mobbing fühlen, ist der Gruppe vor allem wichtig Wege aufzuzeigen, wie man sich gegen Mobbing wehren kann. Dabei fordern sie vor allem eine Sache: Respekt - und zwar allen gegenüber.

Ihre Arbeitsergebnisse wollen sie jedoch nicht nur für sich behalten, sondern wünschen sich eine breite Öffentlichkeit, um die Menschen zum Überlegen zu bewegen und somit Änderungen im Verhalten aller zu erzielen.

Ein erster Schritt auf diesem Weg war der Protestmarsch durch die Haupteinkaufsstraße Reykjaviks bis hin zum Parlament, über den in der isländischen Presse landesweit in TV, Radio und Zeitung berichtet wurde.

Am 22 Juli endete das gemeinsame Projekt, das hauptsächlich von der EU („Jugend in Aktion”) finanziert wurde. Doch auch nach dieser Zeit wollen beide Jugendgruppen in ihrem Umfeld weiter für Respekt und gegen Mobbing werben. Bleiben werden also nicht nur schöne Erinnerungen an ein gelungenes Projekt, an Geysire, Wasserfälle und neue Freundschaften, sondern auch selbstbewusste und engagierte Jugendliche, die sich gegen Mobbing und für Respekt stark machen werden.
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