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Demo in Merken: Initiatoren hoffen auf große Beteiligung

Von: Dietmar Engels
Letzte Aktualisierung:

Düren-Merken. Es soll eine möglichst große und absolut friedliche Demonstration gegen die Neonazis werden.

Am Samstag um 11.30 Uhr setzt sich ein Protestzug vom Merkener Sportplatz aus in Bewegung. Es geht vorbei an dem Lokal, das die die NPD erwerben will, um dort ein „nationales Zentrum im Rheinland” einzurichten.

„Merken kocht. Es ist an der Zeit, der Bevölkerung ein vernünftiges Ventil zu geben, um den aufgestauten Druck abzubauen”, sagte am Mittwoch Horst Knapp von der Initiative „Unser Merken gegen Rassismus”, die zusammen mit der IG Merken, der Initiative „Fußballvereine gegen Rechts” und dem Dürener Bündnis gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Gewalt zu der Demo aufruft.

Knapp: „Die Merkener haben bisher alle Provokationen aus der rechten Szene zwar zur Kenntnis genommen, aber bewusst nicht darauf reagiert. Jetzt ist es an der Zeit ein deutliches Zeichen zu setzen.” Diese Einschätzung teilt auch Bürgermeister Paul Larue, der am Samstag an der Demo teilnehmen und am Ziel - die Pfarrkirche von Merken - auch eine Rede halten wird. Larue, einer der Sprecher des Dürener Bündnisses gegen Rechts: „Wir müssen klar machen, wofür wir eintreten, aber auch deutlich sagen, was wir nicht wollen.”

Die Demonstration ist bei der Polizei ordnungsgemäß angemeldet. Es habe Gespräche zwischen den Initiatoren und der Kreispolizeibehörde gegeben, berichtete am Mittwoch Willi Jörres, Pressesprecher der Polizei. Zum taktischen Einsatzkonzept wollte er verständlicherweise nichts sagen, nur soviel: „Die Polizei wird angemessen im Einsatz sein”. Die Initiatoren, die Jörres als „sehr besonnene Menschen” bezeichnet, wollen alles dafür tun, dass es während der Demonstration keine Zwischenfälle gibt. „Wir lassen keinerlei Gewalt zu”, betonte Horst Knapp. „Hinweise auf einen Gegenprotest gibt es bislang nicht”, sagte der Pressesprecher der Polizei.

Saffet Akas, ebenfalls einer der Sprecher des Bündnisses gegen Rechts und Mitglied des Integrationsausschusses der Stadt Düren, betonte, die Demonstration werde von vielen Organisationen der Migranten in der Stadt unterstützt, denn: „Viele Menschen mit ausländischem Hintergrund sind im Zusammenhang mit den Plänen der NPD sehr besorgt”. Jo Ecker von der Initiative „Fußballvereine gegen Rechts” unterstrich das Motto der Demo: „Wir sind Merken, die Nazis sind es nicht”.
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