Kreuzau - Das Ringen um die Schweinemast in Thum geht weiter

Das Ringen um die Schweinemast in Thum geht weiter

Von: Margret Vallot
Letzte Aktualisierung:

Kreuzau. Die Bürgerinitiative gegen die Ansiedlung einer Schweinemast in Thum hat den Kampf noch nicht aufgegeben. Obwohl jetzt der Investor, von dem man fast zwei Jahre lang nichts gehört hatte, mitgeteilt hat, er habe die nötige Bürgschaft zusammen, ist man auch im Rathaus noch nicht gänzlich hoffnungslos.

Der zuständige Dezernent Siegfried Schmühl teilte während der jüngsten Sitzung des Rates mit, dass immer noch etliche Voraussetzungen zur Errichtung der Schweinemastanlage nicht erfüllt seien. Er habe dies dem Anwalt des Investors am 25. Januar diesen Jahres mitgeteilt, und bis jetzt sei noch keine Reaktion erfolgt. „Möglicherweise”, so Schmühl nicht ohne Bitterkeit, „nimmt er sich ja jetzt wieder fast zwei Jahre lang Zeit”.

Laut Schmühl stimmt die Höhe der Bürgschaftssumme nicht, die der Unternehmer angeboten hat. Und der Zeitpunkt, wann er angeboten habe, diese Summe zu zahlen, sei ebenfalls nicht akzeptabel, und es seit auch sonst einiges nicht erfüllt, was zur Erschließung der neuen Anlage unbedingt erforderlich sei.

Grüne stark engagiert

Astrid Hohn, für die Grünen im Rat, teilte auf Anfrage der „DN” mit, es sei noch ein Rechtsanwalt mit der Prüfung der ganzen Angelegenheit befasst. Die Grünen gehen aber davon aus, dass eine Bürgschaft von 20.000 Euro „viel zu niedrig angesetzt ist”. Die Höhe der Bürgschaft ist abhängig von den Kosten, die für die Zufahrt zur Schweinemastanlage ermittelt wurden. Da mit viel Lkw-Verkehr von und zur Mastanlage gerechnet werden müsse, müsse eine belastbare Zufahrt gebaut werden. Derzeit führt zu dem Grundstück nur eine Art Feldweg.

„Das ist kein glaubwürdiger Kostenvoranschlag”, so Astrid Hohn. Die geforderte Bürgschaft sei zu niedrig angesetzt. Als Ratsfrau muss sich Hohn mit der Angelegenheit auseinandersetzen und weiß dabei die Mitglieder aller Parteien im Rat hinter sich.

Auch Hohn, die von einer Schweinefabrik spricht, erwähnte auf Anfrage, dass mit dem Zeitplan etwas nicht in Ordnung sei. „Die Reihenfolge, in der gebaut und gezahlt werden soll, ist nicht okay”, sagte sie.

Viele Bewohner von Thum fürchten Gestank, Lkw-Verkehr und Krankheiten durch die fabrikmäßige Produktion von Fleisch.
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