Düren - Das Rathaus muss umziehen

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Das Rathaus muss umziehen

Von: Ingo Latotzki
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Bürgermeister Paul Larue über dem Foyer des Dürener Rathauses. Das Gebäude wird anderthalb Jahre komplett saniert. Dazu müssen die rund 500 Beschäftigten ausziehen. Foto: Ingo Latotzki

Düren. Es ist eines der klassischen 50-er-Jahre-Bauten, die Düren prägen. Nun muss es saniert werden: das Dürener Rathaus. Etwa neun Millionen Euro werden die Arbeiten kosten.

Zur Renovierung werden die zirka 500 Beschäftigten komplett in anderen Gebäuden in Düren untergebracht - für anderthalb Jahre. So lange wird die Sanierung dauern, sagte Bürgermeister Paul Larue den „DN”.

Schwerpunkte der Renovierung sind eine so genannte energetische Sanierung (unter anderem Heizungsanlagen, Wärmedämmung) und eine komplett neue Computeranlage. „Das wird ein Kraftakt”, sagt Larue.

In welche Gebäude die Stadtverwaltung für die Übergangszeit untergebracht wird, steht nicht fest. Gespräche und Verhandlungen laufen.

In Düren gibt es leer stehenden Büroraum genug. „Wir versuchen natürlich, die einzelnen Ämter auf so wenig Gebäude wie möglich zu verteilen”, sagt Verwaltungsleiter Larue und ergänzt: „Für unsere Kunden sollen sich die Einschränkungen in Grenzen halten.”

Dieser Punkt gehört in gewisser Weise auch zum Sanierungskonzept. Alle Ämter und Abteilungen, die viel mit Publikumsverkehr zu tun haben, werden künftig im Bürgerbüro am Markt oder in Räumen des City-Carrees untergebracht sein.

Das Rathaus an sich soll für den normalen Bürger nicht mehr so sehr Anlaufstelle sein müssen. So werden etwa das Jugend- und Sozialamt sowie das Schulverwaltungsamt künftig im City-Carree untergebracht sein (das gilt auch schon für die Zeit der Sanierung). Gleichwohl werde es auch hier Verbesserungen für die Bürger geben, sagt Paul Larue.

Der Haupteingang wird demnächst nicht mehr dort sein, wo er sich jetzt befindet (an der Rathausterrasse), sondern ebenerdig und somit barrierefrei zum Kaiserplatz hin. Dort ist bereits jetzt ein Eingang. Der Bereich werden aber kundenfreundlicher ausgebaut, so Paul Larue. „Wir wollen eine freundliche Atmosphäre schaffen und eine offene Kommunikation bieten.”

Die laut Kämmerei-Chef Erhard Wanselow mit neun Millionen Euro veranschlagte Sanierung wird der Stadt Düren auch Geld sparen. So werden Außenstellen wie die alte Amtsverwaltung Birkesdorf oder an der Fritz-Erler-Straße aufgegeben. Damit ergeben sich Einnahmen beziehungsweise Einsparungen aus Verkäufen (Birkesdorf) oder wegfallenden Mieten.

Eine Herzensangelegenheit ist dem Bürgermeister die neue EDV-Anlage. Schon jetzt hätten ihm Fachleute gesagt, könne das derzeit veraltete System die Stadt vor große Probleme stellen. Larue: „Wir müssen handlungsfähig bleiben.” Das sei das Wichtigste - und dürfte auch für die Zeit der Sanierungsarbeiten gelten.
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