Das Leben auf zwei Quadratmetern

Letzte Aktualisierung:
misereorbu
Neben erschütternden Bildern über das Leben in Armut in Hongkong, zeigt die Misereor-Ausstellung auch einen der orginalen zwei Quadratmeter großen Käfige, in denen rund 100000 Menschen untergebracht sind. Foto: Burkhard Giesen

Düren. Es gibt Menschenrechte, die werden erst dann richtig bewusst, wenn man die Bilder des Hilfswerks Misereor sieht. Diese werden seit Donnerstag im Dürener Rathaus gezeigt - passend zum Tag der Menschenrechte.

Es ist der Kontrast zwischen dem Leben im Überfluss einer glitzernden Millionenmetropole, den der Betrachter im Kopf präsent hat, und dem Leben in Armut. „Daheim auf zwei Quadratmetern - Vom Leben im Käfig” heißt die Ausstellung, zu der auf Initiative von Verena Schloemer der Förderverein der Stadtbücherei ins Rathaus einlädt.

Von einem „Daheim”, vom menschenwürdigen Leben kann man allerdings nicht ernsthaft sprechen. Rund 100.000 Menschen sind es, die in der Metropole Hongkong abseits der futuristischen Wolkenkratzer in Käfigen oder Verschlägen hausen müssen, deren ganzes Leben sich hier abspielt - und die dafür auch noch Miete bezahlen müssen.

Misereor unterstützt seit 20 Jahren Projekte vor Ort. Der Umstand, dass die Menschen, die so Leben müssen, von 240.000 auf rund 100.000 zurück gegangen ist, dürfte mit der Verdienst von Misereor sein. „Unsere Aufgabe ist es, Hilfe für die Armen zu leisten, Hilfe zur Selbsthilfe - aber auch, den Mächtigen ins Gewissen zu reden”, sagte Elisabeth Strohscheidt, Menschenrechtsreferentin bei Misereor.

Beeindruckt von den erschreckenden Bildern, die nicht nur Erwachsene, sondern auch Kinder in ihrem tristen Alltag zeigen, war auch Bürgermeister Paul Larue. „Auch bei uns ist es eine ständige Herausforderung, Menschenrechte tagtäglich neue zu überprüfen”, sagte er und rief dazu auf, die Ausstellung, die noch bis zum 6. Januar gezeigt wird, zu besuchen, „und sich den Bildern zu stellen”.

Spätestens dann weiß man, wie wichtig „das Recht auf angemessenen Wohnraum”, von dem auch Verena Schloemer zur Ausstellungseröffnung sprach. Wer Begleitliteratur zu dieser Ausstellung lesen möchte, der wird in der Stadtbücherei fündig - dort gibt es einen Büchertisch.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.


Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert