„Das Gemeinwohl im Blick“: Bürgermedaille für Karl-Alber Eßer

Von: (inla)
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Karl-Albert Eßer erhielt die Bürgermedaille von Bürgermeister Paul Larue (links). Foto: Ingo Latotzki

Düren. Als Bürgermeister Paul Larue dieser Tage abends nach Hause kam und sich überlegte, welche Worte für die Laudatio auf seinen Parteifreund Karl-Albert Eßer angemessen seien, fiel ihm Aristoteles ein. Der griechische Philosoph habe immer das Gemeinwohl im Sinn gehabt – wie Karl-Albert Eßer, der frühere CDU-Fraktionschef, auch, sagte Bürgermeister Larue am Freitag im Dürener Hoeschmuseum. Wenig später schmückte Larue „seinen Freund und Vertrauten“ mit der Bürgermedaille der Stadt.

Das Datum passte gut, denn Eßer feierte am Freitag auch seinen 60. Geburtstag. „Heute Früh war es ein bisschen komisch“, sagte er, „aber jetzt geht es.“

„Willkommen im Klub“, rief ihm Henner Schmidt, der Fraktionsvorsitzende der Dürener SPD, zu, „nun sind wir beide über 60.“ Es war eine muntere Veranstaltung, die Reden kurzweilig und auch kurz, weil „ich weiß, dass Karl-Albert Eßer insbesondere meine langen Reden nicht immer mag“, sagte Paul Larue. Er beschrieb Eßer als einen „durch und durch politischen Menschen, der kaum sinnvoll leben könne, ohne Verantwortung für die Gemeinschaft zu übernehmen – auch deshalb habe er an Aristoteles gedacht.

Wer so handele, brauche einen Kompass, sagte Larue, eine Richtung, und die habe Karl-Albert Eßer in der christlichen Soziallehre gefunden. Eßer sitzt nicht nur seit fast drei Jahrzehnten im Dürener Stadtrat, sondern beeinflusst seit langem auch die Entwicklungen in der CDA, der christlich-demokratischen Arbeitnehmerschaft, dessen Bezirksvorsitzender er ist. Die CDA war gewissermaßen auch der Antrieb Eßers, „politisch gestalten zu wollen“.

1979 sei er ins Büro des damaligen Bürgermeisters Wolfgang Vogt marschiert und sagte, er habe Interesse an der CDA. Seinerzeit stand Vogt, ehedem Staatssekretär im Arbeitsministerium unter Norbert Blüm, längst für die CDA. Eßer trat dann auch der CDU bei, allerdings „mit Mitte 20, aber ohne schickes, schwarzes Köfferchen“, erzählt er am Freitag im Museum mit einem Augenzwinkern.

Apropos Museum. Heute hat Karl-Albert Eßer mehr Zeit und Muße, sich mit der Kunst zu beschäftigen. Im vergangenen Sommer übergab er seinen Fraktionsvorsitz an Stefan Weschke und genießt, wie er diese Woche in den „DN“ sagte, die neuen Freiräume. Dennoch habe er Düren, seine Stadt, weiter im Blick. Dass Schloss Burgau eine „angemessene Gastronomie bekommen muss“, ist für ihn ausgemachte Sache. Nur so als Beispiel.

Eßer tritt nur kürzer, er ist nicht weg. Das wissen neben SPD-Fraktionschef Schmidt auch dessen FDP-Kollege Hubert Cremer und Stefan Weschke, die wie Parteifreund Hermann-Josef Geuenich die langjährigen Verdienste Eßers würdigten. Eine nette Anekdote wusste auch Sparkassen-Chef Dr. Herbert Schmidt zu berichten.

Viel-Leser Eßer hätte einmal bei der Rückkehr von einer Dienstreise aus China beinahe sein Flugticket versehentlich mit einer Zeitung weggeworfen. Professor Schmidt konnte ihn gerade noch abhalten. So musste Eßer nicht in Fernost bleiben. Sonst hätte es die Ehrung am Freitag vielleicht nicht gegeben... 

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