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Das Gedächtnis ist umgezogen

Von: inla
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Helmut Krebs, der Leiter des Dürener Stadt- und Kreisarchivs, gab in den neuen Räumen des Archivs seiner Hoffnung Ausdruck, dass bald mehr als die bisherigen jährlich 2000 Besucher in historischen Büchern und Materialien stöbern werden. Foto: Ingo Latotzki

Kreis Düren. Das Stadt- und Kreisarchiv hat seine neuen Räume in der Stadtbücherei bezogen. Es ist in separaten Zimmern auf der ersten Etage untergebracht. Wie mehrfach berichtet, hatte sich die Stadt aus Kostengründen zu dem Schritte entschlossen, nachdem die Unternehmensberatung Rödl, die die Stadtfinanzen vor mehr als zwei Jahren unter die Lupe nahm, eine entsprechende Empfehlung ausgesprochen hatte.

In seiner Ansprache erinnerte Bürgermeister Paul Larue am Mittwoch daran, dass die Beratung seinerzeit festgestellt hatte, Archiv und Bücherei würden auch thematisch gut zusammenpassen.

Der Leiter des Archivs, Helmut Krebs, betonte, dass der Umzug zwar „Kräfte zehrend”, aber reibungslos über die Bühne gegangen sei. Zwischen August und Oktober wurden die Materialien, die bis dahin im Dürener Rathaus untergebracht waren., ins Haus der Stadt transportiert. Krebs lobte die großzügigen Räume, die die Besucher nun vorfänden. Das war bisher nicht so.

„Wir führten im Rathaus ein beengtes Kümmerdasein”, sagte Krebs. Dazu kam, dass aufgrund von zahlreichen Veranstaltungen auf dem Kaiserplatz oft eine nicht zuträgliche Geräuschkulisse herrschte.

Das bestätigte Bürgermeister Larue: „Um Quellenforschung zu betreiben oder wissenschaftliche Aufsätze zu schreiben, braucht man Ruhe.”

Landrat Wolfgang Spelthahn sagte bei der gestrigen Eröffnung, das Archiv sei „ein Beispiel für die gute Zusammenarbeit zwischen Stadt und Kreis Düren”. In Zeiten, in denen immer mehr über Computer abgewickelt würde, sei das gedruckte Wort um so wichtiger. „Man muss seine Wurzeln und seine Vergangenheit kennen”, sagte der Landrat. Paul Larue ergänzte, das Archiv sei das Gedächtnis von Stadt und Kreis.

Das Stadt- und Kreisarchiv hat derzeit etwa 20.000 Bücher in seinem Bestand. Abgedeckt ist ein Zeitraum ab dem 13. Jahrhundert. Aus früheren Zeiten gibt es kein Material. Würde man alle Akten hintereinander stellen, ergäbe das eine Länge von 1,5 Kilometern. Pro Jahr zählte das Archiv bisher 2000 Besucher. Auf einer Fläche von 250 Quadratmetern sind 20 Benutzerplätze eingerichtet. Das Archiv ist in den letzten 100 Jahren sechs Mal umgezogen. Unter anderem war es eine zeitlang im Hoesch-Museum und im Dürener Amtsgericht untergebracht. Öffnungszeiten: Montags bis freitags 8 bis 12 Uhr, dienstags und donnerstags 14 bis 17 Uhr (02421/252555).
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