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Das Fräulein Mecker macht seinem Namen alle Ehre

Von: Bruno Elberfeld
Letzte Aktualisierung:
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Spielleiterin Gabriele Panzer (2.v.r.), ihre Schauspieltruppe und die Helfer fiebern der Premiere von „Vell Jedöns öm nix“ entgegen. Foto: Elberfeld

Eggersheim. Siggi Meyer (Siegfried Will), seines Zeichens Zahnbürstenfabrikant und Junggeselle, bringt es im ersten Akt mutig auf den Punkt: „Jedem seng ejene Meinung, sulang äe de Schnüss hält!“ Der Unternehmer ist wegen der dauernden Meckerei seiner Angestellten Fräulein Mecker (Irene Weber) genervt.

Alle paar Minuten erscheint sie im Allerheiligsten ihres Chefs, im Salon, und beklagt sich über irgendeine Mitarbeiterin oder einen Mitarbeiter.

An diesem Tag hat sie die neu eingestellte Fräulein Irma (Simone Spitzley-Lenzen) auf dem Kieker. Die junge Irma mache den Herrn der Schöpfung im Betrieb „schöne Augen“, was ja Arbeitszeit koste. Bei fünf Minuten Flirten könnten dann, so rechnet Mecker vor, bis zu 1000 Arbeitsstunden pro Jahr zusammen kommen. Dass Irma sich dann auch noch mit dem Neffen des Chefs, Adalbert Hummel (Fabian Kobus), im Betrieb nach Strich und Faden abknutscht, setzt dem Ganzen die Krone auf.

Adalbert wohnt mit seiner verwitweten Mutter bei Onkel Siegfried. Kathrin Hummel (Marion Breuer) führt ihrem Schwager den Haushalt. Sie lässt den beiden Männern nichts durchgehen. Alles, was Spaß macht, unterbindet sie. Adalbert kämpft angeblich in einem Boxclub, der ihn aber nur selten sieht, denn er widmet sich Irma, die er in die Firma eingeschleust hat.

Siegfried Hummel und sein Freund Theodor Marx (Erik Weber), der mit seiner Schwester Alma Marx (Ingeborg Radermacher) ein ähnliches Schicksal trifft wie Siegfried, hatte für sich schon für Abhilfe durch seine vorgetäuschte Mitgliedschaft im Gesangverein gesorgt. Siegfried strebt ebenfalls eine Mitgliedschaft in einem Verein an, die ihn mit Theodor abends „um die Ecken ziehen“ lassen könnte. Doch es kommt, wie es kommen muss: Alle falschen Mitgliedschaften fliegen auf, natürlich durch Fräulein Mecker. Nach vielem Jedöns um Nichts und Widernichts kommt Kathrin Hummel zum Schluss jedoch zur Einsicht, dass man Erwachsenen nicht vorschreiben kann, wie und wo sie ihre Abende verbringen.

Die Theatergruppe Eggersheim spielte sich in ihrer 10. Spielsaison bei der Premiere im Theatersaal wieder in die Herzen der Zuschauer. Spielleiterin Gabriele Panzer, Souffleuse Sigrid Feistle und alle Akteure auf der Bühne agierten – der Vorteil einer niedrigen Bühne nahe dem Publikum – praktisch im Wohnzimmer der Gäste, die sich in das Geschehen einbezogen fühlten.

Weitere Vorstellungen sind am 16. November um 18 Uhr, am 14./15. November um 19.30 Uhr.

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