Düren - Das Evivo-Team verändert sein Gesicht

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Das Evivo-Team verändert sein Gesicht

Von: jan
Letzte Aktualisierung:
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Artur Augustyn (Mitte) hatte sich eigentlich in Düren gut eingelebt. Doch jetzt wird der Evivo-Spieler das Team verlassen. Foto: Guido Jansen

Düren. Der Volleyball-Bundesligist Evivo Düren wird sein Gesicht für die kommende Saison erneut verändern. Das deutet sich immer mehr an. Am Freitag wurde bekannt, dass Mittelblocker Artur Augustyn den Klub nach einer Saison wieder verlässt. Gleichzeitig wurde der Vertrag von Felix Isaak verlängert.

Der Hauptgrund für die Trennung von Augustyn: Die Dürener Verantwortlichen wollen zumindest teilweise auf Zeit spielen, um eine möglichst starke Mannschaft aufzustellen. Denn laut Geschäftsführer Rüdiger Hein sei der Spielermarkt derzeit „sehr günstig für die Vereine.” Augustyn, der eine Option für die kommende Saison war, bestand auf eine zeitnahe Aussage, auch, damit er für seine Familie und sich planen kann. Und da diese nicht „ja” lautete, gilt sie jetzt als ein Nein.

„Evivo hat mich sehr lange warten lassen. Das finde ich schade”, erklärte der Pole, der am Donnerstag enttäuscht in seine Heimat zurückgereist war. Der 27-Jährige hatte mehrfach betont, gerne in Düren bleiben zu wollen.

Zunächst habe ihm Düren auch signalisiert, die Zusammenarbeit fortsetzen zu wollen. Allerdings haben sich die Gespräche aus Sicht des Spielers zu sehr verzögert. „So ist das leider nun mal im Sport”, betonte Augustyn, der sich jetzt auf die Suche nach einem Verein macht.

Sportlich hätte eine Vertragsverlängerung durchaus Sinn gemacht. Augustyn war einer der Faktoren, die dazu geführt haben, dass die Mannschaft nach dem Neuaufbau im vergangenen Sommer schnell zu einer starken Einheit geworden ist. „Er ist ein feiner Kerl und hat immer 110 Prozent gegeben”, sagte Trainer Sven Anton, der Augustyns Abschied bedauert.

Der zweite Grund: Düren will noch mehr als bisher mit deutschen Spielern arbeiten. Das hat unter anderem einen praktischen Hintergrund: Die Abgabe für einen ausländischen Spieler fällt weg. Neben Star-Blocker Stefan Hübner, an dessen Finanzierung weiterhin gearbeitet wird, gilt Jaromir Zachrich, der zuletzt für den SCC Berlin gespielt hat, als einer der Kandidaten für den Posten neben Felix Isaak. Dessen Vertrag wurde jetzt verlängert, weil er die Kriterien jung, deutsch, talentiert und lernwillig erfüllt.

Nach Tim Gourlay, Jan Umlauft und Sebastian Kühner verlässt mit Augustyn der vierte Spieler den Verein. Darauf, dass Niklas Rademacher, Alexander Mayer und René Reinaerts nicht mehr dabei sein werden, deutet derzeit vieles hin. Evivo befindet sich also wieder im Umbruch. So gehen die Macher den Versuch an, eine starke Mannschaft noch besser zu machen. Das Risiko, dass die abwartende Haltung beim Planen der Mannschaft zum Problem werden könnte, geht Evivo ein.

Ob die neue Mannschaft dann erneut so eine homogene Truppe wie in der zurückliegenden Saison wird? So lautet die spannende Frage, die ab August, wenn die Saisonvorbereitung wieder los geht, beantwortet wird.
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