Das absehbare Aus für die Vettweißer Hauptschule

Von: bugi
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Vettweiß. Die Gemeinde Vettweiß wird an ihrer Hauptschule im Sommer keine neue Eingangsklasse zum 5. Schuljahr bilden dürfen. Das bestätigte am Mittwoch auf Anfrage der „DN” der Sprecher der Kölner Bezirksregierung, Oliver Moritz.

„Aus schulfachlicher Sicht ist ein regulärer Unterricht nicht möglich”, so Moritz. Der entsprechende Antrag der Gemeinde auf eine Ausnahmegenehmigung ist damit abgelehnt worden. Für das neue Schuljahr hatte es nur zwölf Anmeldungen von Kindern gegeben, sechs davon mit Förderbedarf. „Das ist zu wenig”, so Moritz.

Immerhin muss sonst die Mindestzahl von 18 Anmeldungen erreicht werden. Schon in der Vergangenheit hatte Vettweiß die Hauptschule nur mit einer Ausnahmegenehmigung aufrecht erhalten können. Im letzten Schuljahr konnte dann mit dem Aus der Hauptschulen in Nörvenich und Kreuzau nochmal eine Eingangsklasse ohne Sondergenehmigung gebildet werden. Das Aus der Schule ist damit noch nicht besiegelt, wird aber wahrscheinlich.

So ist es schwer vorstellbar, dass die Hauptschule ohne 5. Jahrgang zum Schuljahr 2013/14 wieder eine Eingangsklasse bilden kann. Das zeigt auch das Beispiel Nörvenich, wo die Hauptschule ausläuft und 2014 dann endgültig geschlossen werden soll.

Die Eltern, die ihre Kinder für das 5. Schuljahr angemeldet hatten, werden nun auf andere Schulen ausweichen müssen. Die Auswahl ist allerdings begrenzt. Ob ein Teil der Kinder an der neuen Sekundarschule Nideggen/Kreuzau angemeldet wird, ist fraglich, weil nur vier der zwölf Kinder aus Vettweiß selbst stammen. Die anderen Kinder kommen überwiegend aus Nörvenich und Merzenich.

Mit einem Aus der Hauptschule taucht aber auch für andere Eltern noch ein Problem auf: Kinder, die jetzt an einer Realschule oder Gymnasium angemeldet wurden und dort nicht bestehen, können nicht mehr zurück an die Vettweißer Hauptschule, wenn der entsprechende Jahrgang fehlt.
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