Das 45 Millionen Euro teure Bismarck-Quartier nimmt Gestalt an

Von: Jörg Abels
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Der Blick von der vierten Etage des Hotels auf den Innenhof, das Konferenz- und Tagungszentrum und das dahinter, zur Moltkestraße hin, liegende Verwaltungsgebäude. Foto: Jörg Abels
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Links runden die beiden Wohn- und Gewerbekomplexe das auf einer Fläche von 6200 Quadratmetern entstehende Bismarck-Quartier ab. Foto: Jörg Abels

Düren. Acht Monate nach dem symbolischen Spatenstich ist das Gelände der ehemaligen Stadthalle nicht wiederzuerkennen. Unaufhörlich nimmt das neue Bismarck-Quartier am Theodor-Heuss-Park Konturen an.

Im März ist das Richtfest des 45-Millionen-Euro-Projekts geplant, voraussichtlich im Oktober 2018 sollen das für 20 Jahre an die Neue-Dorint-Gruppe vermietete Vier-Sterne-Hotel und das Konferenzzentrum der kreiseigenen Gesellschaft für Infrastrukturvermögen (GIS) ihre Pforten öffnen.

Ein ambitionierter Zeitplan, weiß Investor Jörg Frühauf von der Firma F & S Concept, zumal beim Kreis Düren und bei Dorint längst erste Buchungsanfragen für Hotel und Konferenzzentrum eingegangen sind, wie Landrat Wolfgang Spelthahn berichtet. Derzeit liegen wir aber zwei Wochen vor dem Zeitplan“, erklärt Frühauf. Er spricht von einem wichtigen Puffer, sollte ein früher Wintereinbruch die Baustelle in den kommenden Wochen lahmlegen, bevor auf allen vier Gebäuden das Dach fertiggestellt wurde. Als letztes soll dies beim Hotel im Februar der Fall sein.

Bislang sind die Bauarbeiten ohne große Komplikationen abgelaufen. „Nur einmal mussten wir wegen einer Sturmwarnung die Baustelle schließen“, berichtet der Investor. Durchschnittlich 250 Arbeiter sind täglich in zwei Schichten mit dem Rohbau beschäftigt. 16.000 der insgesamt 18.000 Kubikmeter Beton wurden bereits verbaut. Rund 2500 Lkw haben die Baustelle in den vergangenen Monaten mit Material versorgt, nennt Frühauf eine weitere beeindruckende Zahl. Er spricht von einer logistischen Meisterleistung der sieben verantwortlichen Bauleiter.

Individuelle Tagungsräume

Während die ersten Fenster bereits ab Dezember eingebaut werden und ab Januar im Hotel ein Musterzimmer eingerichtet wird, in das man auch via Internet wird blicken können, sind die Dimensionen des Konferenzzentrums bereits jetzt gut erkennbar.

Bis zu 400 Personen können einmal in den vier mit Hilfe von Schiebewänden miteinander kombinierbaren Räumen tagen, feiern und über die Küche von Hotel und Restaurant versorgt werden. „Ideal zum Beispiel auch für Familienfeiern“, betont GIS-Geschäftsführer Peter Kaptain. „Wo sonst hat man in Düren schon die Möglichkeit zu feiern und gleichzeitig seine Gäste unterzubringen?“ Spelthahn freut sich derweil bereits auf das zum Innenhof hin geöffnete Restaurant, das mit einem innovativen Konzept aufwarten werde.

Er ist überzeugt, dass mit dem Hotel deutlich mehr Wertschöpfung in der Stadt gehalten werden kann als bisher, weil künftig nicht nur Tagungen in Düren stattfinden können, sondern die Teilnehmer auch in Düren wohnen können.

Hotel und Konferenzzentrum aber sind bekanntlich ja nur zwei Bausteine des Leuchtturmprojekts, das neben knapp 120 Tiefgaragenstellplätzen auch 29 Eigentumswohnungen und Penthouses auf höchstem Niveau sowie Räume für Freiberufler und Gewerbetreibende vorsieht. „Mit einem Kieferchirurgen haben wir bereits einen Vertrag geschlossen“, berichtet Jörg Frühauf, mit weiteren gewerblichen Interessenten würden vielversprechende Gespräche laufen.

Von den 29 Eigentumswohnungen ist aktuell rund ein Drittel vermarktet, betont der Investor. Trotz des nicht gerade preiswerten Kaufpreises von 3500 Euro pro Quadratmeter spricht er von einer regen Nachfrage spricht und ist sehr zufrieden mit der Vermarktungssituation. In dem zur Moltkestraße hin ausgerichteten Verwaltungsgebäude wird der Kreis Düren sein Amt für Kreisentwicklung und Wirtschaftsförderung neben der Indeland Gesellschaft unterbringen. Details wollen Spelthahn und Kaptain in Kürze bekanntgeben.

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