Winden - Crescendo-Gospelchor berührt sein Publikum tief

Crescendo-Gospelchor berührt sein Publikum tief

Von: Bruno Elberfeld
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Die Musiker des Gospelchors „Crescendo“ ruhen sich nicht auf ihren Lorbeeren aus: Auch nach 40 Jahren lernen sie immer noch hinzu, singen mit Freude und Lockerheit. Die Besucher der Gedächtniskonzerte waren hellauf begeistert. Foto: Bruno Elberfeld

Winden. Die Sprüche haben die Mitglieder des Crescendo-Gospelchors schon seit Jahren verinnerlicht: „Wein wird im Alter immer besser“ oder auch „Alter Wein in neuen Schläuchen“. Den ersten Spruch konnten die Besucher der beiden Konzerte zum Gedenken an Martin und Gerd Schröteler gut nachvollziehen.

Denn auch an den Sängerinnen und Sängern der Gospelgruppe gehen die Jahre nicht spurlos vorüber. Doch anstatt sich auf ihren Lorbeeren – 2013 bestand der Chor 40 Jahre – auszuruhen, machen sie weiter, und selbst der kritischste Beobachter kam auch bei diesem Konzert nicht umhin festzustellen: Die Musiker haben sich noch einmal gesteigert.

Der zweite Spruch wurde den Hörern in der Windener Pfarrkirche bei den Worten von Chefmoderator Pit Kästner klar: „Unsere Chorleiterin Sabrina Koultchitski, die auch in diesem Jahr wegen eines Workshops in Sachen Musik nicht dabei sein kann, hat uns ein Lächeln in die Gesichter gezaubert.“ Soll heißen: Mit ihrer Chorleiterin ging es noch einmal ein Stück aufwärts, hin zu noch mehr Lockerheit, noch mehr Freude und Spaß. Der Chor trat in der ersten Hälfte des Konzerts im festlichen Schwarz auf. Unmittelbar sprang der Funke über, sprang von den Akteuren zum Publikum und wieder zurück.

Stücke wie „Viva la Vida“, „Exodus“, „Africa“ oder „Queen of Soul“ zeigten schon die ganze Bannbreite des Crescendo-Repertoires. Zum Tode von Nelson Mandela hatten Moderator Pit Kästner, Dieter Döppengießer & Co. ein von Chor-Gründer Martin Schröteler komponiertes und getextetes Lied ausgegraben: „Südafrika“. Anfang der 70er Jahre hatte der Chor dieses Lied oft gesungen, denn es war die Zeit der Apartheid in dem südafrikanischen Land und Nelson Mandela, der große Politiker, vor kurzem erst zu Grabe getragen, war auf die Gefangeneninsel „Robben Island“ verbannt.

In der zweiten Konzerthälfte, der Hälfte, in der die Sänger in ihren Kutten erscheinen, wurden Lieder wie „Deep River“, „Higher and Higher“ und „Hallelujah“ präsentiert. Aus dem Funken zwischen Crescendo und dem Publikum war mittlerweile ein ansehnliches Feuerchen geworden. Gute-Laune-Stücke, temperamentvoll und dynamisch performt, wechselten sich ab mit besinnlichen Balladen. „Oh happy Day“ – ein wunderbares Schlusslied, das viele Sorgen vergessen ließ.

Eine Besucherin aus Nideggen, Gaby Krämer, die die Crescendos zum ersten Mal erlebt hatte, brachte ihre Gefühle und Gedanken unmittelbar nach dem Konzert auf den Punkt: „Ich bin begeistert, das ist mir durch Mark und Bein gegangen!“

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