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Containerterminal: Merzenicher wollen mitbestimmen

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Merzenich. Die Belange der Bürger bezüglich des von der Rurtalbahn GmbH geplanten Containerterminals müssen ernst genommen werden. Das fordert jedenfalls die CDU in Merzenich.

„Obwohl über Bauanträge zur Errichtung eines Containerterminals die Stadt Düren zu entscheiden hat, muss die Gemeinde Merzenich in die Entscheidungsprozesse angemessen einbezogen werden“, sagt Dr. Maria Schoeller, CDU-Fraktionsvorsitzende im Merzenicher Gemeinderat.

In dem Wohngebiet „Auf der Heide” leben in Merzenich direkt betroffene Menschen. Aber auch Anwohner in anderen Wohngebieten klagten heute schon über die erheblichen Beeinträchtigungen durch den zunehmenden Güterverkehr, so wurde mitgeteilt. Dies sei beispielsweise in Golzheim, wo die Lkw teilweise nur wenige Meter an den Wohnzimmern vorbeidonnern, der Fall.

Große Teile des Zubringer- und Abholer-Lkw-Verkehrs würde bei Verwirklichung des Vorhabens über Merzenicher Gebiet laufen. Deswegen komme ihrem Votum in dieser Frage ein anderer Stellenwert zu, als das von weiter entfernt liegende Gemeinden im Kreis Düren, erklärten Maria Schoeller und Günther Schmitz, Vorsitzender des CDU-Gemeindeverbands, unisono.

„Hans-Peter Nießen von der Kreisbahn hat auf einer CDU-Veranstaltung die für ein Terminal erforderliche Fläche mit 100 bis 120 Hektar angegeben. Schon jetzt wird über Erweiterungen um 80 bis 100 Hektar gesprochen, die zu einer Gesamtfläche summiert, etwa 150 Fußballplätzen entspricht“, beschwert sich Günther Schmitz. „Wo bleiben dann die uns zugesagten 700 Meter Mindestabstand zur Wohnbebauung?“, fragt Georg Gelhausen, Schriftführer des CDU-Gemeindeverbands.

Gelhausen spricht sich dafür aus, die Summe der Belastungen zu berücksichtigen: Die nach Süden verlegte Autobahn, der nahende Tagebau und der künftige Autobahnzubringer „Tagebaurandstraße” führen angeblich bereits jetzt zu einer enormen Belastung für die Bevölkerung.

Gelhausen weiter: „Es muss im Entscheidungsprozess sehr sorgfältig abgewogen werden, ob den Menschen eine weitere, so gravierende industrielle Belastungen zugemutet werden kann. Bei einem Infrastrukturprojekt dieser Größenordnung, das nicht nur die Stadt Düren, sondern die ganze Region betrifft, kann nur eine faire, transparente und vor allen Dingen ehrliche Kommunikation zwischen allen Betroffenen zu einem guten Ergebnis führen.“

Das, so Gelhausen, sei die Verantwortung und Pflicht der Politik, die sie gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern haben.

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